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Apfelwickler


Der Apfelwickler ist der "Wurm" im Apfel oder Birne. Aschgraue Vorderflügel mit schwarzbraunen Querwellen hat der Apfelwickler-Falter, wobei auf beiden Vorderflügeln nahe der Spitze je drei goldglänzende Striche in einem dunklen Fleck (Spiegel) auffallen. Seine Hinterflügel sind bräunlich gefärbt. Die Flügelspannweite beträgt 15 bis 22 mm.

Apfelwickler

Erste Apfelwickler-Falter erscheinen in Deutschland gewöhnlich von Mitte Mai bis Anfang Juni. Mit zusammengefalteten Flügeln sitzt der Falter tagsüber dicht an die Rinde der Zweige angepresst und fliegt erst in der Dämmerung bei Temperaturen von über 15° C. Ursprünglich nur in Europa verbreitet, findet man ihn inzwischen weltweit. Neben Äpfeln werden vor allem unter klimatisch günstigeren Bedingungen auch Birnen, Quitte, Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Kirsche, Weißdorn, Esskastanie und Walnuss befallen.

Der Apfelwickler bildet gewöhnlich eine Generation im Jahr, die hauptsächlich im Juli und August fliegt. Unter günstigen Bedingungen kann eine zweite Generation auftreten, diese fliegt im September und Oktober. Die weiblichen Falter legen 30 bis 60 Eier ab. Diese sind einzeln an jungen Früchten, auch in Kelch- oder Stielgruben sowie an Blättern und Trieben in Fruchtnähe deponiert. Die Larven sind weiß mit schwarzem Kopf und werden mit der Zeit immer rötlicher. Sie befallen die Frucht als Larve im ersten Larvenstadium und ernähren sich von dieser für ca. drei Wochen. Danach verlassen die Larven die Frucht, um zu überwintern und sich zu verpuppen.

Die Überwinterung erfolgt im Kokon, entweder in der Rinde der Bäume oder im Boden. Typisches Kennzeichen für einen Befall ist das vorzeitige Abfallen der Früchte. Schneidet man diese auf, so erkennt man einen Fraßgang mit Kotkrümelchen, die Raupe selbst sitzt meist im Kerngehäuse.

Apfelwickler Made

Bekämpft wird der Apfelwickler mit Insektiziden, die oft präventiv eingesetzt werden. Bei der Anwendung von gegen Apfelwickler geprüften und zugelassenen chemischen Pflanzenschutzmitteln ist darauf zu achten, dass diese Insektizide den "Anforderungen an die Eignung eines Pflanzenschutzmittels für die Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich" entsprechen müssen.

Auch biologische Schädlingsbekämpfung wird angewendet. Dabei setzt man auf die Verwirrmethode, das Apfelwicklergranulovirus und verschiedene natürliche Gegenspieler wie Ohrwürmer (diese findet man oft in den Fraßgängen der Apfelwicklerlarve), Wanzen und Schlupfwespen. Die Larven stellen auch eine willkommene Nahrung für Vögel dar. Alle Maßnahmen, die diese Nützlinge fördern, tragen somit zur Regulierung des Schädlings bei.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:00:16


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