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Blattflecken


 

Blattflecken können grundsätzlich an allen Pflanzen vorkommen. Jeder hat sie schon an seinen Zimmerpflanzen gesehen. Auch an Balkon- und Kübelpflanzen sind sie zu finden, ebenso wie an Gemüse- und Obstpflanzen und an Getreide. Bei Zierpflanzen sind Blattflecken oft ein Zeichen davon, dass sich die Pflanze nicht wohl fühlt. Meist liegt es an Fehlern bei der Pflege. Bei den Pflegeanleitungen für die einzelnen Pflanzen findet man auch meist Hinweise, woran es liegen kann, wenn die Pflanze Blattflecken ausbildet. Oft hat sie zu wenig Licht oder zu viel oder zu wenig Wasser oder Dünger.

Blattflecken

Bei Blattflecken muss man unterscheiden, ob es sich um parasitäre Ursachen, d.h. durch Schaderreger (Pilze, Bakterien, Schadtiere) verursachte oder um nicht parasitäre Schäden handelt. Etwa 60 Prozent der Blattflecken gehen auf das Konto von Pilzbefall. Dabei zeigen sich erste Befallssymptome meist in Form von gelben Flecken. Diese vergrößern sich rasch und verbräunen im Zentrum. Oft kommt es auch vor, dass einzelne Blattflecken zusammen fließen und so ist dann das gesamte Blatt braun. Bei starkem Befall können sich die Blätter zusammenrollen und abfallen. Auf den Blattunterseiten sind an den Befallsstellen die 0,1 mm großen, schwarzen Fruchtkörper des Pilzes zu erkennen. Wichtige Vertreter aus dieser Gruppe sind die Pilzgattungen Septoria, Phoma, Ramularia sowie die Echten und Falschen Mehltaupilze und die Rostpilze.

Zur Vorbeugung vor Pilzbefall sollte man das Falllaub entfernen, da sich darin die Sporen des Blattbräune-Pilzes bilden, welche im Frühjahr die neuen Blätter infizieren. Deshalb sollte man die Blätter nicht im eigenen Garten kompostieren. Die hierbei erreichte Temperatur reicht in der Regel nicht, die Erreger abzutöten. Befallenes Laub sollte in die städtische Kompostierung gebracht werden oder zu Recyclinghöfen.

Typisches Merkmal für eine durch Bakterien hervorgerufene Blattfleckenkrankheit sind durchsichtig erscheinende Flecken oder Flecken, die von einem hellen Hof umgeben sind. Der Bereich ist durch Bakterien zerstört. Auch Blüten können befallen sein. Bakterien sondern schleimige Substanzen ab, welche die Zwischenwände der Zellen ausfüllen. Vor allem in nassen Jahren kommt es zu einem Anstieg bakterieller Infektionen, ebenso wie bei Über-Kopf-Bewässerung. Geranien werden häufig von Bakterien angegriffen.

Bakterieninfektionen werden durch Regen, Wind oder Insekten übertragen. Meist muss man chemische Substanzen zur Bekämpfung einsetzen.

Blattflecken

Tierische Schaderreger, welche Blattflecken hervorrufen können, sind beispielsweise Nematoden (Fadenwürmer). Blattnematoden verursachen eckig begrenzte dunkle oder rote Flecken. Nematoden übertragen häufig Viruserkrankungen auf Pflanzen. Beim Befall mit Nematoden ist im Gegensatz zum Befall mit Pilzen auf den Blattunterseiten kein Pilzrasen zu sehen. Die Nematoden dringen über Verletzungen oder die Spaltöffnungen in die Pflanze ein, leben darin und ernähren sich vom Inhalt der Zellen. Es kommt vor allem in feuchten Jahren zu Schäden, da sie zur Fortbewegung auf den Pflanzen einen Wasserfilm benötigen.

Zur Bekämpfung von Blattnematoden sind in Deutschland zur Zeit keine Mittel zugelassen.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:01:09


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