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Blattwespe


 

 Einige Blattwespenarten sind gefürchtete Pflanzenschädlinge. Die Weibchen der Blattwespen legen ihre Eier auf Blättern oder den Blattunterseiten ab. Daraus entwickeln sich die Larven (Afterraupen), welche die Blattoberhaut abnagen, so dass nur die mittlere Hautschicht der Blätter stehen bleibt. Sie sind an einem schleimigen Sekret, welches an Schnecken erinnert, zu erkennen. Raupen der zweiten Generation der Blattwespen fressen in den letzten sehr gefräßigen Larvenstadien innerhalb weniger Tage ganze Pflanzen bis auf das Skelett kahl. Die Bekämpfung muss rechtzeitig erfolgen.

Blattwespe

 Bei Zimmerpflanzen sammelt man die Raupen am besten ab. Laubbäume erholen sich im allgemeinen gut vom Fraß der hungrigen Wespenraupen. Bei Gemüse sollte man bei starkem Befall chemische Mittel zum Einsatz bringen, ähnlich denen, mit denen Schmetterlingsraupen bekämpft werden. Beim Einsatz von Insektiziden muss man darauf achten, dass nur die gewünschte Wirkung erreicht wird, das heißt, nur ein geringes Wirkungsspektrum erfasst wird. Nützlinge sollen dabei geschont werden.

 Die Bekämpfung der Blattwespen erfolgt über die Vernichtung der Larven. Wichtig ist, den Pflanzenbestand im Frühjahr auf einen Befall zu überprüfen. So kann ein beginnender Befall rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen schnell eingeleitet werden. Chemische Mittel gibt es in verschiedener Form, als Spray und als Pulver. Durch den enthaltenen Ölanteil werden auch die Larven und Eistadien gut bekämpft. Um Schäden für den Menschen und die Umwelt zu vermeiden, sollte man die Gebrauchsanweisung immer gut studieren und einhalten.

 Besonders gern befallen im Garten werden Rosen und Geranien. Die Pflanzen sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden, damit ein Befall zeitig erkannt wird, bevor größere Schäden entstehen.

Blattwespenlarve

 Im Forstbetrieb wird der Bestand von Blattwespen überwacht. Wenn die Insekten in Massen auftreten, droht ganzen Wäldern der Kahlfraß. Es dürfen im Mai und Juni nicht zu viele neue Blattwespen ausschwärmen. Rechnet man mit großen Schwärmen, muss etwas dagegen getan werden. Es ist relativ schwierig, vorherzusagen, wie viele Jungtiere aus dem Boden schlüpfen können, wo die Jungtiere bis zu sechs Jahre liegen können. Wichtig ist der Anteil der schlüpfbereiten - Nymphen -. Dazu müssen Larven gesammelt und untersucht werden. Man nimmt also eine Fläche von 0,25 qm und sammelt alle Larven ein. Die Ergebnisse werden dann auf die qm des Waldes hochgerechnet. Ist die zu erwartende Zahl der Blattwespen zu hoch, kommen chemische Mittel zum Einsatz.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:03:43


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