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Borkenkäfer


 

Borkenkäfer

 Der Borkenkäfer schädigt auf zwei Arten. Zum einen durch die Fraßtätigkeit der Larven (z.B. Buchdrucker), zum anderen durch die Übertragung von Pilzen (Ulmensplinkäfer). Normalerweise regulieren die natürlichen Feinde der Borkenkäfer, wie räuberische Fliegen, Schlupfwespen, Ameisenbuntkäfer und Spechte, das natürliche Gleichgewicht und halten die Käferpopulation unter Kontrolle. Sind jedoch die Bedingungen für eine Massenvermehrung günstig (attraktives Brutmaterial, Jahre mit trocken-warmer Witterung während der Vegetationsperiode), kann auch durch die natürlichen Feinde der Ausbruch einer Borkenkäfer-Massenvermehrung nicht mehr verhindert werden.

 Die Schäden, die durch den Borkenkäfer entstehen, sind vielfältig. Zum einen ist der wirtschaftliche Verlust für den Waldbesitzer zu nennen. Bei Befall von Randbäumen wird der Waldbestand anfälliger für Wind und Sturm. Weiterhin ist die Gefahr für die Waldarbeiter nicht zu unterschätzen, da sich durch den Borkenkäferbefall schon viele Unfälle ereignet haben.

Borkenkäfer

 Nun stellt sich oft die Frage, ob es überhaupt sinnvoll ist, den Borkenkäfer zu bekämpfen. Hier zeigen über 200jährige Erfahrungswerte, dass Großflächen- und dauerhafter Befall vor allem dort auftreten, wo überhaupt keine Bekämpfung erfolgt. Die Bekämpfung ist am sinnvollsten im Frühling und Frühsommer, da hier präventativ zu Werke gegangen werden kann. So werden frisch befallenen Stämme entrindet, noch bevor die erste Käfergeneration ausfliegt und sich vermehrt. Eine weitere Maßnahme ist das Wegräumen von attraktivem Brutmaterial.

 Nach Katastrophenereignissen, wie Sturm oder Lawinenabgängen, und Trockenperioden steigt das Risiko für einen Befall deutlich an. Hier kann die Massenvermehrung meistens nicht verhindert werden. Jedoch kann durch geeignete Maßnahmen das räumliche und zeitliche Ausmaß des Befalls deutlich reduziert werden. Stehend befallenen Bäume sollten generell unverzüglich geschlagen und abtransportiert werden um ein überspringen des Befalls von Krone zu Krone zu verhindern. Werden die geschlagenen Bäume auf einer Freifläche gelagert, muss der Abstand zum Wald mindestens 500 Meter betragen. Bei den Lockstofffallen ist Vorsicht angeraten. Im Gegensatz zu früheren Empfehlungen dürfen diese nicht mehr zur Bestandskontrolle eingesetzt werden, da sie neben der Fangwirkung auch eine Konzentration der Käfer in der näheren Umgebung zur Folge haben. Sie sind nur bei einem vorliegenden Befall zur Unterstützung anderer Maßnahmen zu verwenden.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:04:55


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