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Braun- und Krautfäule


 

 Diese Pilzkrankheit wird bei Tomaten Kraut- und Braunfäule und bei der Kartoffel Kraut- und Knollenfäule genannt. Bei Kartoffeln kann der Befall zu beachtlichen Ertragsausfällen führen, die besonders in feuchten Sommern, in denen der Erreger optimale Bedingungen für die Vermehrung vorfindet, gut 20 % des durchschnittlichen Ertrages übersteigen können.

Braun- & Krautfäule

 Bei Freilandtomaten kann die von Phytophthora infestans hervorgerufene Krankheit sogar zum Totalausfall der Ernte führen. Sie tritt an Tomaten vor allem in ungenügend gelüfteten Gewächshäusern auf.

 Erste Symptome der Krankheit werden an Blättern und Stängeln sichtbar: Von den Blatträndern her treten braune Flecken auf. Sie vergrößern sich rasch bei feuchtem Wetter oder starker Taubildung und bilden auf der Unterseite der Blätter einen weißen, an Schimmel erinnernden Pilzrasen. An den Enden des Pilzgeflechts entstehen Sporenbehälter. Die Sporen werden bei Nüsse freigesetzt und dringen mit Hilfe eines Keimschlauchs aktiv in das pflanzliche Gewebe ein. Bei Temperaturen über 10°C keimen die Sporangien auch direkt aus. Der Pilz gelangt über Wunden, natürliche interzellulare Öffnungen und Keimanlagen schon während der Vegetationszeit oder bei der Ernte in die Knollen.

 Befallene Knollen zeigen graublau verfärbte Flecken und braunes Knollenfleisch ohne scharfe Abgrenzung zum gesunden Gewebe. Sie sind ungenießbar. Der Pilz überwintert in den Knollen. Schon eine infizierte, faule Knolle reicht oft aus, um eine Epidemie in einem Kartoffelbestand zu entfachen.

 Was kann man gegen diese Pilzerkrankung tun?

 Die Krautfäule der Kartoffel kann mit verschiedenen Fungiziden bekämpft werden. Diese müssen bis zur Ernte (je nach Präparat) mehrfach ausgebracht werden. Um den Übertritt des Erregers vom befallenen Kartoffelkraut in die Knollen zu verhindern, wird das Kraut etwa drei Wochen vor der Ernte mit Ätzherbiziden abgetötet. Diese wirken durch Verätzung der Pflanzen und sind relativ unspezifisch, schädigen somit Schad- und Nutzpflanzen gleichermaßen.

Braun- & Krautfäule

 Neben den chemischen Bekämpfungsmitteln kann der Ertragsverlust auch durch die Wahl resistenter Sorten und das Vorkeimen der Pflanzkartoffeln reduziert werden. Bei der Sortenwahl ist zu beachten, dass bei Kartoffeln die Blattresistenz sich von der Knollenresistenz unterscheidet.

 Effektiver als der Einsatz von Fungiziden lässt sich der Erreger bei Tomaten durch das überdachen der Pflanzen und das Vermeiden von nassen Blättern beim Gießen verhindern. Grund hierfür ist, dass die Sporen zur Keimung flüssiges Wasser brauchen. Wie auch bei Kartoffeln, gibt es bei Tomaten Sorten mit geringerer Anfälligkeit, diese haben jedoch häufig kleinere Früchte. Auch sollten Tomaten nicht nahe bei Kartoffeln angepflanzt werden, da der Erreger meist aus den Kartoffeln in die Tomaten überwechselt.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:05:59


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