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Drahtwurm


 

 Der frische Salat verwelkt plötzlich, Sämereien weisen Lücken auf oder fallen kurz nach dem Aufgehen aus. Häufig kann in diesen Fällen ein Drahtwurm am Werk sein. Er bevorzugt zudem noch andere Pflanzen, wie Kartoffeln oder auch die Knollen und Zwiebeln von Blumen.

Drahtwurm

  Beim Drahtwurm handelt es sich um die Larve des Saatschnellkäfers, der wurmartig aussieht. In ihrer Färbung sind sie gelblich-weiß und tragen einen Kopf, der kastanien-braun ist. Auf der Bauchseite finden sich sechs Füßchen und die Haut weist eine ledrig, derbe Oberfläche auf. Zunächst sind die Drahtwürmer nur einige Millimeter groß, können in ihrem Wachstum aber bis zu 5 Zentimeter lang werden.

 Der Schnellkäfer legt seine Eier in dem Boden ab und aus ihnen schlüpfen die kleinen Drahtwürmer. Im Prinzip können Drahtwürmer auf fast allen Kulturflächen auftreten. Die Drahtwürmer fressen den Hals der Wurzel an und dringen so in das Innere der Stängel ein. Gerade Jungpflanzen werden so zu einem Absterben gebracht.

 Die Bekämpfung der Drahtwürmer ist recht schwierig, wenn es sich um nur einige handelt, die gelegentlich Schaden anrichten. Pflanzenschutzmittel können hier meist nicht helfen, da die Drahtwürmer im Boden leben und dort von den Mitteln nicht erreicht werden. Es empfiehlt sich daher sofort zu handeln, bevor sich die Drahtwürmer noch weiter ausbreiten können. Zu den natürlichen Feinden des Drahtwurmes gehören beispielsweise Ameisen, viele verschiedene Vogelarten, Eidechsen Igel und Hühner. Meist findet man diese natürlichen Feinde jedoch nicht im Garten, daher muss man mit anderen Mitteln gegen diese Schädlinge vorgehen.

 Zunächst sollte der Boden gründlich vorbereitet werden. Larven die bei dieser Arbeit sichtbar werden, sollten mit der Hand ausgelesen werden. Bei der Anpflanzung sollte man immer mehr pflanzen als benötigt wird.

 Zudem lassen sich die Drahtwürmer auch leicht mit einem Köder anlocken. Hierfür eignen sich insbesondere Kartoffeln oder auch Möhren und Rüben. Sie werden in der Mitte geteilt und anschließend mit der Schnittfläche nach unten in der Erde eingegraben. Man sollte sich die Eingrabungsstellen nach Möglichkeit kennzeichnen. Nach ein paar Tagen werden die Köder wieder ausgegraben und es hat sich eine Vielzahl der Drahtwürmer hier gesammelt und kann einfach entfernt werden.

Drahtwurm

 Wichtig ist natürlich, die Köder regelmäßig zu kontrollieren und die Schnittflächen eventuell zu erneuern. Die eingesammelten Drahtwürmer werden am besten in einem Eimer gesammelt und anschließend mit kochendem Wasser übergossen, damit sie abgetötet werden.

 Ist der Befall sehr stark, empfiehlt es sich, einen langen Graben zu ziehen und diesen mit Stallmist zu füllen. Diese Prozedur nimmt man am besten im Herbst vor. Im nächsten Frühjahr wird der Stalldung zusammen mit den Drahtwürmern ausgegraben und diese anschließend vernichtet.

 Da Drahtwürmer einen kalkreichen Boden meiden, sollte man den Boden gegebenenfalls aufkalken und ihn immer locker halten.

  Man sagt, dass Tagetes und Ringelblumen zu den natürlichen Feinden des Drahtwurms gehören, daher sollten diese Blumen angepflanzt werden. Die Drahtwürmer selbst fressen sich in das Innere der Wurzeln und gehen dadurch ein. Dementsprechend kann man gerade gefährdete Beete mit diesen beiden Blumen umgeben.

 Auch das Aussäen von Senf oder das Setzen von Meerrettichstauden kann Erfolg versprechen. Die Drahtwürmer sammeln sich auch an diesen Pflanzen und können so einfacher ausgelesen werden. Als Fangpflanze eignen sich natürlich auch Salat.

 Zuletzt gibt es noch die Möglichkeit, das gesamte Land, welches befallen ist, unter Wasser zu setzen. Allerdings gefällt das in der Regel den Pflanzen nicht und sie reagieren teilweise sehr empfindlich darauf. Durch die Überflutung machen sich die Drahtwürmer auf den Weg zur Erdoberfläche und können dort wiederum sehr einfach abgelesen werde.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:10:14


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