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Gartentipps - Dezember


 
 Wenn es auf Weihnachten zugeht, ist im Garten nicht mehr viel zu tun. Vor allem Winterschutzmaßnahmen stehen jetzt auf dem Programm. Hier sind die wichtigsten Arbeiten im Dezember auf einen Blick.
 
Pampasgras
 Das aus Südamerika stammende Pampasgras (Cortaderia selloana) ist ein ausgesprochener Sonnenanbeter und aus seiner Heimat an vollsonnige, warme und trockene Standorte gewöhnt. Im Winter setzt ihm nicht nur die Kälte, sondern vor allem die Winternässe zu. Um Regenwasser vom empfindlichen Pampasgras-Innern fernzuhalten, bindet man die Horste schopfartig zusammen. Zudem wirken die Halme wie ein Zelt, das die Wärme im Inneren hält. In ausgesprochen kalten Regionen empfiehlt es sich, die Horste zusätzlich mit Nadelreisig einzupacken.
 
 Schneebruch vorbeugen
 
 Die Schneelast ist bei Sträuchern nicht zu unterschätzen. Rasch können über 20 Kilogramm Gewicht auf einem Strauch lasten und ihn in die Knie zwingen. Die Folge sind Astbrüche. Gerade bei Strauch-Pfingstrosen (Päonien) sind solche Schäden ärgerlich, denn sie wachsen sehr langsam. Zudem sind ihre Triebe bei Frost sehr brüchig. Vorbeugend empfiehlt sich daher ein lockeres Zusammenbinden der Äste mit einem dicken, nicht einschneidenden Bindfaden. Von den aufrecht stehenden Trieben rutscht der Schnee leichter ab. Außerdem stützen sie sich gegenseitig und können auf diese Weise ein höheres Gewicht tragen. Bei anhaltendem Schneefall ist es zudem sinnvoll, die Sträucher ab und zu von der weißen Pracht zu befreien.
 
 Barbarazweige schneiden
 
 Am 4. Dezember, dem Gedenktag der Heiligen Barbara, werden Barbarazweige für die Vase geschnitten. Zweige von Obstbäumen oder Forsythien, Birke oder Haselnuss werden in der Wohnung in eine Vase mit Wasser gestellt. Durch die Zimmerwärme treiben die Zweige schnell aus und blühen über Weihnachten.
 
 Blüten im Winter
 
Duft-Schneeball
 Bereits Anfang Dezember und früher öffnet der Duft-Schneeball (Viburnum farreri) die ersten Blüten. Seinen Namen verdankt er dem intensiven, süßlichen Blütenduft, der zur Hauptblüte im Frühjahr schon von Weitem zu riechen ist. Der in der Jugend aufrecht wachsende, später rundliche Strauch wird 2,5 bis 3 Meter hoch und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Standorten. An den Boden stellt der Duft-Schneeball keine besonderen Anforderungen und auch sonst ist er recht robust und anspruchslos.
 
 Die Winter-Kirsche (Prunus subhirtella) hat ihre Hauptblütezeit zwar wie andere Kirschen im März und April, doch bei milder Witterung öffnet sich ein Teil ihrer Knospen bereits im Dezember. Von den bis zu fünf Meter hoch und vier Meter breit werdenden Gehölzen gibt es verschiedene Sorten: die weiß blühende ‘Autumnalis’, die hellrosafarbene ‘Autumnalis Rosea’, die etwas dunkler getönte ‘Fukubana’ sowie die rosa blühende, überhängende Sorte ‘Pendula’.
 
 Wurzelausläufer von Flieder entfernen
 
 Auf sandigen Böden bildet Flieder (Syringa vulgaris) oft viele Ausläufer. Unser Gartentipp: Beseitigt diese möglichst noch im ersten Jahr – je stärker sie eingewurzelt sind, desto schwieriger wird es, sie zu entfernen. Stecht dazu mit dem Spaten neben jedem Ausläufer tief in die Erde und hebelt die Wurzeln durch Herunterdrücken des Stiels leicht hoch, um sie zu lockern. Mit einem kräftigen Ruck zieht Ihr die Ausläufer anschließend aus der Erde heraus. Sie lassen sich am leichtesten lösen, wenn Ihr sie zur Mutterpflanze hin abreißen.
 
 Strauchrosen vor Frostrissen schützen
 
 Die langen Triebe der Strauchrosen können an kalten Wintertagen durch starke Sonneneinstrahlung geschädigt werden: Die Morgensonne erwärmt die Triebe einseitig, sodass sich die Rinde ausdehnt, während sie auf der sonnenabgewandten Seite noch gefroren ist. Durch die entstehenden Spannungen in der Rinde reißt sie dann häufig in Längsrichtung ein. Es gibt eine sichere Methode, das zu verhindern: Formt aus Maschendraht einen Ring, legt ihn um die Rose und füllt anschließend das Innere mit Herbstlaub oder Stroh auf. Das Laub schattiert die Rosentriebe und sorgt durch Rotteprozesse außerdem für eine leicht erhöhte Temperatur im Innern des Laubkorbs.
 
Glanzmispel
 Immergrüne vor Wintersonne schützen
 
 Empfindliche immergrüne Gehölze wie die Glanzmispel (Photinia), Buchsbaum-Figuren und einige Rhododendron-Wildarten solltet Ihr an sonnigen Standorten mit einem Vlies vor intensiver Wintersonne schützen. Sonst besteht die Gefahr der sogenannten Frosttrocknis: Die Blätter tauen auf und trocknen aus, weil aus den gefrorenen Trieben kein Wasser nachströmen kann.
 
 Christrosen im Winter gießen
 
 Die Christrose (Helleborus niger) öffnet meist kurz nach Weihnachten ihre Blüten. Die kalkliebende immergrüne Staude braucht während der Blütezeit mehr Feuchtigkeit als während der Vegetationsperiode. In trockenen Wintern solltet Ihr die Staude daher vor und nach Frostperioden vorsorglich etwas gießen – vor allem, wenn sie im Wurzelbereich von Bäumen steht, da der Boden an solchen Standorten schneller austrocknet.
 
 Steckhölzer schneiden
 
 Viele Blütensträucher wie Forsythie, Weigelie oder Zier-Johannisbeere lassen sich leicht durch Steckholz vermehren. Schneidet jetzt im Herbst kräftige diesjährige Triebe ab und teilt diese in etwa bleistiftlange Stücke mit je einer Knospe oder einem Knospenpaar am oberen und unteren Ende. Diese sogenannten Steckhölzer lagert Ihr bis zur Pflanzung im zeitigen Frühjahr bündelweise an einem schattigen, geschützten Platz in humusreicher, lockerer Gartenerde. Wichtig: Grabt die Steckhölzer bis zur oberen Knospe ein.
 
 Natürliche Eisfreihalter
 
 Im Winter gefriert das Wasser an der Teichoberfläche und die Eisschicht liegt wie ein Deckel fest auf. Die Folge: Es kommt weder Sauerstoff in den Teich, noch können schädliche Faulgase entweichen. Mit einem Schilfbündel als Eisfreihalter lässt sich das Problem in einem üblichen Winter leicht lösen. Der Luftaustausch ist gewährleistet und eventuell vorhandene Fische werden in ihrem Ruhebereich nicht gestört. Zudem werden Phosphor und Stickstoff durch die langsame Verrottung der Halme gebunden. Der Gasaustausch lässt sich noch steigern, wenn man die Sumpfgräser im Herbst nicht bis unter die Wasseroberfläche zurückschneidet.
 
Farn
 Wintergrüne Farne
 
 Mit ihren Wedeln setzen Farne markante Akzente. Eine große Anzahl ist wintergrün und zaubert vor allem an frostigen Tagen eindrucksvolle Gartenbilder, wenn der Reif auf den Blättern glitzert. Zu ihnen zählt beispielsweise der Rippenfarn (Blechnum spicant). Als Waldbewohner ist er an eine hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit gewöhnt und braucht sauren, humosen Boden. Im Garten wächst er unter tiefwurzelnden Bäumen, die noch etwas Licht durch die Krone lassen. Eine elegante Erscheinung ist der Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium), der in Bergwäldern zu Hause ist. Entsprechend bevorzugt er neutrale bis kalkhaltige Plätze. Gleiches gilt für den Streifenfarn (Asplenium trichomanes), der felsige Standorte besiedelt und sich im Garten in schattigen Mauer- und Steinritzen wohlfühlt. Tipp: Mit dem Rückschnitt bis zum Frühjahr warten. Beim Streifenfarn ist kein Schnitt nötig. Er verliert sein altes Laub von selbst.
 
 Eingelagerte Zwiebeln und Knollen kontrollieren
 
 Lagert die Knollen und Zwiebeln von Dahlien, Gladiolen und anderen frostempfindlichen Sommerblühern den Winter über an einem frostfreien Ort möglichst kühl und trocken – ideal sind Holzkisten mit Sand oder trockener Blumenerde. Kontrolliert  sie regelmäßig auf Faulstellen und sortiert von Fäulnis befallene Exemplare sofort aus.
 
 Pflanzenschutzmittel aussortieren und richtig lagern
 
 Überprüft Euren Bestand an Pflanzenschutzmitteln auf Vollständigkeit (Packungsbeilage) und Eignung. Alte, abgelaufene und nicht mehr zugelassene Produkte sowie deren Reste sind über Schadstoff-Sammelstellen zu entsorgen. Einige biologische Pflanzenschutzmittel sind sehr temperaturempfindlich und sollten deshalb weder Frost noch großer Hitze ausgesetzt werden. Bei hohen Temperaturen können Präparate mit Bacillus thuringiensis wirkungslos werden, da die Bazillen absterben. Minusgrade können zum Beispiel bei Rapsöl-Präparaten zur Entmischung führen. In beiden Fällen ist das Mittel anschließend unbrauchbar.
 
Winterblüte
 Weihnachtsduft für die Wohnung
 
 Ein paar kleine Zweige der Winterblüte (Chimonanthus praecox) reichen aus, um einen Raum mit Wohlgeruch zu erfüllen. Auch die Blätter und Rinde des sonst unauffälligen, etwa zwei bis drei Meter Höhe erreichenden Strauchs duften. Die Winterblüte bevorzugt einen sonnigen, windgeschützten Standort mit nährstoffreichem Boden. Die Blütezeit reicht von Dezember bis März. In den ersten Jahren ist ein Winterschutz ratsam. Der Echte Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) oder Carolina-Nelkenpfeffer, wie die Pflanze manchmal auch genannt wird, blüht im Juni. Die dunklen Blüten verströmen besonders in den Abendstunden einen würzigen Geruch. Die Blätter des Strauchs wurden von den Indianern früher zum verfeinern von Speisen verwendet. Der beste Pflanzplatz für das 1,5 bis 3 Meter hohe Gehölz ist eine geschützte, sonnige bis halbschattige Stelle mit humoser, gut durchlässiger Erde.
 
 Thuja-Hecken vor Streusalzschäden schützen
 
 Im feingliedrigen, dichten Geäst der Zypressengewächse verfangen sich im Winter oft Streusalzkörner. Die Folge sind unschöne, braune Schadstellen im unteren Heckenbereich. Wenn Eure Thuja- oder Scheinzypressenhecke direkt an der Straße wächst, könnt Ihr die Pflanzen davor schützen, indem Ihr die der Straße zuwandte Seite bis in etwa einem Meter Höhe mit Vlies oder Schilfmatten abdeckt. Zudem solltet Ihr bei mildem Wetter kräftig gießen, um die Salzkonzentration im Boden zu verringern.
 
 Regenrinnen reinigen
 
 Wenn in Hausnähe große Bäume stehen, sammelt sich im Lauf der Zeit Laub in den Regenrinnen. Wird es bei Regen in das Fallrohr gespült, kann dieses verstopfen – und die Regenrinnen laufen über. Wenn Ihr die Rinnen nicht ständig säubern möchtet, spannt Netze darüber oder montiert Gitter. Kontrolliert auch Kletterpflanzen, die an Regenrinnen emporranken. Ältere Triebe von Blauregen (Wisteria), Trompetenblume (Campsis) oder Baumwürger (Celastrus) haben so viel Kraft, dass sie Fallrohre und Regenrinnen zusammendrücken können!
 
 

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Zuletzt aktualisiert am: 06.12.2017 11:29:06


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