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Gartentipps für Februar


 

  Allgemein: Alles was für den Januar genannt ist, trifft auch für den Februar zu.

  Selbst Pflanzen ziehen: Zusätzlich kann man etwa am Ende des Monats schon beginnen Nutzpflanzen, Zierpflanzen und Gemüse aus Sämereien zu ziehen. Wichtig hierbei ist, daß man nährstoffarme Erde dazu verwendet (zB. spezielle Anzuchterde). Denn wenn die Keimlinge zu schnell in die Höhe wachsen, bilden sie zu wenig Wurzeln und verkümmern! Ebenfalls brauchen sie ein helles, warmes Plätzchen. Für wenige Pflänzchen reicht die Fensterbank.

 Lenzrosen: alte Blätter entfernen:

 Die Blätter der Lenzrosen (Helleborus x orientalis) bekommen im Spätwinter häufig braune Flecken. Deshalb solltet Ihr das alte Laub entfernen, noch bevor sich die ersten Blüten zeigen. Schneidet die vorjährigen Blätter einzeln an der Basis ab, damit Ihr nicht versehentlich die neuen Blatt- und Blütentriebe erwischt. Diese Pflegemaßnahme hat gleich zwei positive Effekte: Die Blattfleckenkrankheit breitet sich nicht weiter aus und die Blüten kommen besser zur Geltung.

 Kompost sieben:

 Wenn Ihr im Frühling Eure Gemüsebeete oder Euer Frühbeet für die Aussaat vorbereitet, solltet Ihr den benötigten Kompost vorher sieben – so fällt es später leichter, gleichmäßige Aussaatrillen zu ziehen. Zum Sieben verwendet man am besten ein großflächiges Durchwurf-Sieb mit nicht zu enger Maschenweite (mindestens 15 Millimeter) und wirft den Kompost mit einer Grabgabel hindurch. Die groben Bestandteile rutschen an der schrägen Fläche ab und werden später beim Aufsetzen eines neuen Komposthaufens wieder mit untergemischt.

 Sommerblühende Sträucher schneiden:

 Schneidet sommerblühende Sträucher wie den Schmetterlingsflieder oder die Bartblume bei frostfreiem Wetter jetzt kräftig zurück, damit sie bis zum Sommer lange neue Triebe mit vielen Blüten bilden können. Je länger Ihr mit dem Rückschnitt wartet, desto weiter verschiebt sich die Blütezeit in den Spätsommer.

 Bauern-Hortensien: Alte Blütenstände entfernen:

 Viele Hortensien tragen jetzt noch ihre alten, vertrockneten Blütenstände. Schneidet diese oberhalb eines gesunden grünen Knospenpaars ab und beseitigt bei der Gelegenheit auch gleich alle erfrorenen Triebe. Vitalitätstest: Kratzt die Rinde leicht mit dem Daumennagel an. Wenn das Gewebe darunter gelblich und trocken wirkt, ist der Zweig abgestorben.

 Giersch frühzeitig bekämpfen:

 An schattigen, humus- und nährstoffreichen Stellen im Ziergarten macht sich oft der Giersch breit. Bekämpft das lästige Wurzelunkraut, sobald sich die ersten zarten Sprosse zeigen. Um ihn vollständig auszurotten, sollte man das Wurzelgeflecht flächendeckend mit einer Grabegabel roden und anschließend in der Sonne austrocknen lassen, bevor es auf den Kompost geht. Einfacher, aber langwieriger: Legt lückenlos eine feste Pappe auf der vom Giersch überwucherten Fläche aus und deckt diese mit Rindenmulch ab. Nach einem Jahr Wartezeit sind die Wurzeln komplett abgestorben.

 Bellis vor Kälte schützen:

 Bellis zählen zu den Lieblingen unter den Frühlingsblühern, doch allzu tiefe Temperaturen mögen sie nicht. Bei starken Nachtfrösten ist es deshalb ratsam, sie noch kurzfristig mit Tannenreisig abzudecken. Wer bei den großblütigen Kultur-Sorten des Gänseblümchens Verblühtes regelmäßig herausknipst, kann sich bis zu drei Monate über immer neue rosafarbene, kirschrote oder weiße Blüten freuen.

 Hexenringe bekämpfen:

 Die kreisförmig im Rasen auftretenden Hutpilze wurden in Anlehnung an ihr früher unerklärliches Auftreten im Volksmund als Hexenringe oder Feenkreise bezeichnet. Verursacher ist das im Boden von einer Ursprungsstelle sich kreisförmig ausdehnende Pilzgeflecht, das nur am äußeren Rand seine Fruchtkörper (Hutpilze) ausbildet. Mit geeigneten Maßnahmen lassen sich Hexenringe im Rasen bekämpfen.

 Elfenblumen jetzt ausputzen:

 Der Frühjahrsaustrieb von sommer- und wintergrünen Elfenblumen sieht schöner aus, wenn man die Pflanzen, sobald keine Kahlfröste mehr drohen, von ihrem alten Laub befreit. Außerdem erheben sich die Blüten dann gut sichtbar über den frischen Blättern. Während sich kleine Beete leicht mit der Hand oder der Handheckenschere ausputzen lassen, kommt auf großen öffentlichen Flächen gelegentlich ein auf hohe Schnitthöhe eingestellter Rasenmäher zum Einsatz. Achtung: Im ersten Jahr nach dem Pflanzen das alte Laub stehen lassen.

 Stauden: Spätsommerblüher teilen:

 Wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, können ungeduldige Hobbygärtner bereits mit dem Teilen der Stauden beginnen. Geteilt werden jetzt allerdings nur die Spätsommer- und Herbstblüher wie Fetthenne, Sonnenhut oder Astern. Bei Frühlings- und Frühsommerblühern solltet Ihr mit dem Teilen bis nach der Blüte warten, weil sonst die Blütenfülle deutlich spärlicher ausfällt.

 Ziergräser stutzen:

 Den Winter über haben Chinaschilf (Miscanthus), Pampasgras (Cortaderia), Rutenhirse (Panicum) und Federborstengras (Pennisetum) mit ihrer Silhouette das Gartenbeet verschönert. Ende Februar wird es allerdings Zeit, die Ziergräser einzukürzen, bevor der Neuaustrieb zwischen das alte Laub wächst. Dazu umfasst man die Halme büschelweise und schneidet sie mit der Gartenschere oder Sichel eine Handbreit über dem Boden ab. Bei großen Pflanzen lohnt der Einsatz einer elektrischen Heckenschere. Auch zum Teilen und Umsetzen ist jetzt ein guter Zeitpunkt, da sommer- und herbstblühende Gräser im Frühjahr besonders gut anwachsen.

 Ernteschluss für Pastinaken:

 Unter einer Mulchdecke aus Stroh überstehen Pastinaken, Wurzelpetersilie und kältefeste Möhrensorten den Winter meist ohne Probleme. Wechseln Frostperioden mit Tauwetter ab, leidet jedoch das Aroma und die Rüben werden zäh. Holt die letzten Wurzeln an frostfreien Tagen besser frühzeitig aus dem Beet – Überschüsse bleiben noch wochenlang frisch und knackig, wenn Ihr diese in einem möglichst kühlen, dunklen Raum in feuchtem Sand eingeschlagen lagert.

 Sommer-Spitzkohl vortreiben:

 Säet die runden Spitzkohl-Samen ab Ende Februar in kleine Töpfe oder Topfplatten mit Anzuchterde aus. Die optimale Keimtemperatur liegt bei rund 20 Grad Celsius. Nach dem Keimen die Pflänzchen kühler stellen (12 bis 14 Grad) und ab Ende März in ein Beet mit nährstoffreicher Erde auspflanzen. Ab Ende Juni könnt Ihr ernten.

 Sellerie aussäen:

 Der Anbau von Knollensellerie und Staudensellerie erfordert Geduld. Für eine Pflanzung im Mai sät man Ende Februar bis Ende März. Sellerie gehört zu den Lichtkeimern, die Samen also nur dünn mit Erde übersieben! Die Keimtemperatur sollte 20 bis 22 Grad Celsius nicht unterschreiten, sonst steigt das Risiko von Schossern. Anschließend könnt Ihr die Pflänzchen kühler stellen. Ideal ist ein 16 bis 18 Grad warmer, heller Platz. Gießt sparsam, aber regelmäßig. Der Wurzelballen soll feucht, jedoch nie nass sein.
Tipp: Sobald die Pflanzen drei bis vier Fiederblättchen haben, dem Gießwasser ab und zu niedrig dosierten, organischen Flüssigdünger zufügen.

 Feigenbaum jetzt zurückschneiden:

 Feigenbäumchen haben häufig einen kurzen, gedrehten Stamm und wachsen eher ausladend. Die Verzweigung beginnt schon in geringer Höhe. Ein Rückschnitt hilft, die Pflanze auszulichten. Wartet damit bis vor dem Austrieb (Ende Februar, Anfang März), um zu erkennen, ob Zweige zurückgefroren sind. Dann kürzt man einzelne, zu lang gewordene Triebe ein und entfernt zu dicht stehende oder sich überkreuzende Triebe. Schneidet dabei stets auf eine nach außen weisende Knospe oder Verzweigung zurück.

 Wurzelausläufer ausreißen:

 Wurzelausläufer sind senkrecht austreibende Triebe aus flachen Wurzeln im Bereich der Baumscheibe. Zwetschgen, besonders Sorten mit Myrobalane (Prunus cerasifera) als Unterlage, bilden häufig solche Ausläufer. Bodennahes Abschneiden reicht hier nicht aus, denn aus den schlafenden Augen rings um die angeschnittenen Ausläufer bilden sich unzählige neue Triebe. Reißt diese Triebe deshalb besser aus, denn dabei werden die schlafenden Augen gleich mit entfernt.

 Bodenproben nehmen:

 Beginnt im Gemüsegarten rechtzeitig vor dem Saisonstart mit einer Bodenanalyse und lasst diese in einem darauf spezialisierten Bodenlabor auf ihren Nährstoffgehalt untersuchen. So könnt Ihr Eure Pflanzen während der Saison gezielt mit den fehlenden Nährstoffen versorgen und eine Überdüngung vermeiden.

 Gemüse vor Spätfrösten schützen:

 Eine Abdeckung mit Vlies schützt Wintergemüse vor Wind, Schnee- und Graupelschauern. Die ersten Radieschen, Kohlrabi und andere Frühjahrsgemüse sind so vor Spätfrösten sicher und an milderen Tagen entsteht unter dem Vlies eine warme, fruchtbare Treibhaus-Atmosphäre, die das Wachstum der jungen Pflanzen beschleunigt. Weil Vlies nicht dehnbar ist, solltet Ihr den Pflanzenzuwachs schon beim Ausbreiten möglichst reichlich bemessen. So kann der Schutz bis kurz vor der Ernte auf den Kulturen bleiben.

 Frühkartoffeln vorkeimen:

 Für frühere und reichere Ernten ist das Vorkeimen empfehlenswert. Die Pflanzkartoffeln werden in flachen Kisten ausgebreitet; die Seite mit den meisten Augen nach oben. Hell aufgestellt und bei mäßiger Wärme um 15 Grad Celsius treiben sie bald aus. Die Keime sollen nicht zu lang werden, sonst brechen sie beim Einpflanzen der Knollen leicht ab.

 Beete für die Aussaat vorbereiten:

 Ende Februar könnt Ihr nach dem Frost im Gemüsegarten mit der Vorbereitung der Beete beginnen. Entfernt die Reste der Gründüngung und kompostiert diese. Arbeitet den Boden anschließend mit einem Sauzahn in Längs- und Querrichtung durch, so dass ein Rautenmuster entsteht. Danach lockert die Oberfläche mit einem Kultivator und verteilt pro Quadratmeter je nach vorgesehener Kultur die folgenden Mengen Kompost: vier bis sechs Liter für Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlgewächse, zwei bis drei Liter für Mittelzehrer wie Möhren und Zwiebeln sowie ein bis zwei Liter für Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen und Kräuter. Bis zum Aussaattermin in etwa zwei Wochen kann sich die Erde wieder etwas setzen. Kurz vor der Aussaat wird die Oberfläche dann noch einmal mit einem Rechen gelockert und dabei gleichzeitig der Kompost flach eingearbeitet, so dass ein ebenes, feinkrümeliges Saatbett entsteht.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 10:38:06



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