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Gartentipps - Mai


  Wasser und Teich

 Wenn nicht längst erledigt, können spätestens jetzt die Wasseranschlüsse wieder reaktiviert werden. Schläuche bereitstellen und Teichpumpe wieder einbauen. Wenn nötig, noch mal den restlichen Faulschlamm im Teich entfernen.

Rosen

 

  Rosenschnitt

 Ab jetzt werden kontinuierlich verblühte Rosen abgeschnitten. Dadurch werden sie gezwungen neue Knospen zu bilden und blühen das ganze Jahr. Dabei immer schön auf die Saftwaage achten.

  Rasenpflege

 Ab jetzt wird der Rasen auf etwa 5 Zentimetern Höhe gehalten. Dazu wird man wahrscheinlich wöchentlich mähen müssen. Das ist jedoch seine optimale Wuchshöhe. Regelmäßiges Mähen verhindert nebenbei Moos und Unkraut.

  Pflanzen und säen

 Bis etwa Mitte Mai ist die immer noch die richtige Zeit. Verschiedene Sämereien kommen sogar noch weitaus später in den Boden.

  Kübelpflanzen rausstellen

 Die Eisheiligen sind mit dem 15. Mai vorbei. Auch empfindliche Topfpflanzen können nun wieder ins Freie gestellt werden.

Blumenwiese

 Der Mai ist ein guter Monat, um eine Blumenwiese anzulegen. Grabt die Fläche um, zerkleinert grobe Erdklumpen mit einem Kultivator und ebnet die Fläche mit einer Harke ein, so dass ein feinkrümeliges Saatbett entsteht. Am besten eignet sich dafür eine Heuharke aus Holz oder Aluminium. Die Samen werden nach Packungsanleitung ausgesät, leicht eingeharkt und nach der Aussaat bis zum Keimen gleichmäßig feucht gehalten. Wichtig: Verwendet ausschließlich Saatgut-Mischungen, die auf Eure Bodenverhältnisse abgestimmt sind – eine Blumenmischung für magere Sandböden beispielsweise verschwindet innerhalb weniger Jahre wieder, wenn sie auf einem feuchten Lehmboden ausgesät wird.

 Rasen aussäen
 
 Um einen neuen Rasen anzulegen, ist der Mai der günstigste Zeitpunkt. Vorher ist es oft zu kühl, denn die Grassamen brauchen zum Keimen auch nachts eine Mindesttemperatur von zehn Grad. Den Boden mit einer Fräse oder Motorhacke lockern, dann die Fläche mit einem breiten Rechen einebnen. Das Saatgut mit einem Streuwagen ausbringen, Fläche walzen und mit einem Regner gründlich wässern. Wichtig: Verwendet hochwertige Rasensamen. Mischungen wie "Berliner Tiergarten" sind zwar billig, aber qualitativ minderwertig. Sie wachsen zu schnell und bilden keine dichte Grasnarbe.
 
Seerosen
 Seerosen pflanzen
 
 Das Wasser im Gartenteich hat im Mai die richtige Temperatur, um neue Seerosen zu pflanzen. Setzt die Seerosen in spezielle Pflanzkörbe mit Seerosenerde und senkt die Körbe auf die für die jeweilige Seerose richtige Wassertiefe ab. Beschädigte und abgestorbene Blätter solltet Ihr vor dem Pflanzen entfernen und die Topfoberfläche anschließend mit einer Schicht Kies vor dem Aufschwimmen schützen. Grobmaschige Gittertöpfe kleidet Ihr am besten mit Vlies oder Sackleinen aus, damit die Seerosenerde nicht ausgespült wird.
 
 Gartenteich: Schwertlilien teilen
 
 Alle paar Jahre haben sich die Schwertlilien am Gartenteich so stark ausgebreitet, dass man sie teilen muss. Hebt die Pflanzen nach der Blüte samt Pflanzkorb aus dem Wasser und teilt die Rhizome mit einem Messer oder einem scharfen Spaten in etwa faustgroße Rhizomstücke mit mindestens einem Blattschopf. Die Blattschöpfe kürzt Ihr mit einem Messer auf eine Handbreit über dem Ballen ein und setzt die Stücke anschließend mit frischer Erde wieder in Pflanzkörbe. Wichtig: Setzt die Rhizomstücke nicht zu tief! Sie sollten nur leicht mit Erde bedeckt sein.
 
 Flieder schneiden
 
 Wenn der Flieder Ende Mai verblüht ist, solltet Ihr die verwelkten Rispen über dem nächsten Seitentrieb abschneiden. Alle paar Jahre ist ein kräftigerer Rückschnitt empfehlenswert, weil die Sträucher sonst leicht blühfaul werden und vergreisen.
 
Rindenmulch
 Rindenmulch ausbringen
 
 Eine Mulchschicht im Beet hat viele Vorteile: Sie versorgt den Boden mit Humus, hält ihn locker und länger feucht. Anfang Mai ist der beste Zeitpunkt, um sie auszubringen, denn der Boden hat sich jetzt ausreichend erwärmt. Bewährt haben sich Holzhäcksel, Rindenmulch oder auch Rindenkompost. Wichtig: Streut vor dem Abdecken des Bodens reichlich Hornspäne aus, da die Zersetzungsprozesse in der nährstoffarmen Mulchschicht viel Stickstoff binden.
 
 Pflanzenschutz
 
 Sternrußtau ist die häufigste Rosenkrankheit. Befallene Blätter haben unterschiedlich große und unregelmäßig geformte, grauschwarze Flecken mit strahlenförmig auslaufenden Rändern. Bei ersten Anzeichen eines Befalls solltet Ihr sofort Eure Rosen mit Fungiziden behandeln, sonst droht massiver Blattfall. Wenn Eure Rhododendren braunschwarze, vertrocknete Blütenknospen tragen, solltet Ihr diese spätestens Anfang Mai entfernen. Grund: Die Knospen enthalten die Gelege der Rhododendron-Zikade. Die Schädlinge schlüpfen je nach Witterung oft schon ab Ende April und befallen dann im Juni/Juli die neuen Blütenknospen. Entsorgt  die abgestorbenen Knospen am besten mit dem Hausmüll.
 
 Aussaat von Sommerblumen und Zweijährigen
 
 Ab Mitte Mai könnt Ihr frostempfindliche Sommerblumen wie Kapuzinerkresse und Ringelblume direkt ins Beet aussäen. Diese blühen zwar später als ihre auf der Fensterbank vorgezogenen Kollegen, dafür hat man aber auch wesentlich weniger Arbeit. Stockrosen zählen wie Fingerhut und Bart-Nelken zu den zweijährigen Pflanzen. Bei früher Vorkultur im Gewächshaus können sie bereits im selben Jahr zur Blüte kommen. Einfacher ist es jedoch, die kurzlebigen Pflanzen im Mai oder Juni direkt ins Freiland zu säen. Dabei wird die Saat im gelockerten Beet dünn mit etwas Erde bedeckt und angegossen. Nach zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Keimlinge. Diese bilden in der ersten Saison nur Blätter. Im nächsten Frühjahr starten sie mit gut entwickelten Rosetten durch und zeigen anschließend den ganzen Sommer ihre Blütenpracht.
 
Geschickte Blütenverzögerung
 
 Um die Blütezeit verschiedener Stauden über die übliche Zeit hinaus zu verlängern, könnt Ihr den sogenannten "Chelsea Chop" anwenden. Dabei werden die neuen Blütentriebe von Stauden wie Fetthenne, aufrecht wachsenden Arten von Storchschnabel und Katzenminze um etwa ein Drittel eingekürzt. Dies führt zu einer mehrwöchigen Verschiebung der Blütezeit, mehr Blütenfülle und einem kompakteren und buschigeren Wuchs. Das Schnittgut versorgt Hobbygärtner zugleich mit Stecklingen für die eigene Anzucht.
 
 Tränendes Herz: Vegetationszeit verlängern
 
 Das Tränende Herz zieht sich gleich nach der Blüte in seine Wurzel zurück und ist in der Regel bis zum Hochsommer verschwunden. Wenn Ihr die Vegetationszeit der Pflanze verlängern wollt, solltet Ihr sie einfach regelmäßig gießen. So könnt Ihr das Vergilben der Blätter um etwa zwei Wochen hinauszögern.
 
Stauden
 Staudenbeete nicht hacken
 
 Vor allem Wald- und Waldrandstauden mögen es nicht, wenn ihr Wurzelbereich ständig mit einer Hacke durchgearbeitet wird. Pflanzt Eure Stauden besser gleich mit dem richtigen Pflanzabstand, damit sich der Pflanzenteppich innerhalb weniger Jahre schließt und kaum noch Unkraut durchlässt. Bis dahin solltet Ihr alle Unkräuter mit der Hand ausjäten und die Fläche bei Bedarf mulchen, um den Boden feucht zu halten und neues Unkraut zu unterdrücken. Nach dem Unkrautjäten im Staudenbeet solltet Ihr den Boden mit einem Dreizack (Kultivator) vorsichtig lockern. Dadurch werden auf der Erde liegende, sonnenliebende Samen "untergegraben" und winzige, in der Erde verbliebene Unkraut-Keimlinge entwurzelt.
 
 
Zwiebelblumen pflegen
 
 Sobald die Farbenpracht von Tulpen und Narzissen vorüber ist, werden die welken Blütenstände abgeschnitten. Dies geschieht keineswegs aus optischen Gründen. Vielmehr bewahrt die Pflegemaßnahme die Pflanzen davor, ihre ganze Kraft in die Samenbildung zu stecken. Das gilt besonders für großblumige Sorten. Wichtig: Die Laubblätter stehen lassen und erst entfernen, wenn sie trocken und vergilbt sind. Darin sind Nährstoffe enthalten, die von den Zwiebeln aufgenommen und gespeichert werden. So können die Frühblüher im nächsten Jahr wieder gut durchstarten.
 
 Rosen: Wildtriebe abreißen
 
 Bei Rosen bilden sich oft Wildtriebe, die in der Nähe der Basis aus der Erde wachsen. Sie müssen direkt am Stamm abgerissen werden, denn aus verbleibenden Knospen wachsen sonst erneut Wildtriebe. Folgende Technik hat sich bewährt: Wurzelhals vorsichtig freigraben, anschließend die Rinde unter dem Wildtrieb mit einem scharfen Messer waagerecht einschneiden und den Trieb nach unten abreißen. Mit dem kurzen waagerechten Schnitt verhindert Ihr, dass die Wunden zu groß werden.
 
 Kiefern in Form halten
 
 Im Mai müsst Ihr den frischen Austrieb Eurer Formgehölze zum ersten Mal stutzen. Verwendet dafür am besten eine Akku-Strauchschere oder eine kleine Handheckenschere. Besonders detaillierte Konturen solltet Ihr mit einer normalen Gartenschere oder einer Schafschere herausarbeiten. Es müssen nicht immer Buchsbaum und Eibe sein. Auch andere Gehölze, etwa die Berg-Kiefer (Pinus mugo) und ihre Sorten lassen sich zu Kugeln oder Garten-Bonsais formen. Dazu werden alljährlich im Mai die jungen Triebkerzen etwa auf ein Drittel gestutzt. Dies geschieht entweder mit einer Schere oder noch besser durch Ausbrechen per Hand. Dann zeigen sich später keine unschönen braunen Nadeln. Zugegeben eine recht mühsame Handarbeit, aber so bleiben die Bäume über Jahre schön kompakt.
 
 Gladiolen und Dahlien pflanzen
 
 Anfang Mai kommen die überwinterten Dahlienknollen wieder in den Boden – idealerweise an einen sonnigen Standort mit sandiger Erde. Falls deren Blühfreude in den letzten Jahren nachgelassen hat, solltet Ihr die neuen Triebe reduzieren und nur die stärksten stehen lassen. Alternativ kann man die Knollen vor dem Auspflanzen teilen, auch das regt die Blütenbildung an.
 
 Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, dürfen Gladiolen wieder ins Beet. Dazu vor dem Einpflanzen alle Knollen auf Krankheiten und Schädlinge kontrollieren. Danach kommen sie acht bis zehn Zentimeter tief in die Erde. Im Sommer ist es wichtig, dass der Boden nicht ganz austrocknet. Staunässe vertragen Gladiolen nicht! Um Bodenmüdigkeit vorzubeugen solltet Ihr die Knollen jedes Jahr an einen anderen Platz setzen.
 
 Bergenien nach der Blüte teilen
 
Bergenie
 Die Blütezeit der Bergenien geht im Mai leider zu Ende. Die gute Nachricht ist, dass Ihr zu groß gewordene Pflanzen danach teilen und neu pflanzen könnt. Holt die Pflanze mit der Grabgabel oder einem Spaten aus dem Beet. Die Wurzelstöcke mit den Händen vorsichtig auseinanderziehen. Beim Einpflanzen darauf achten, dass jedes Rhizom mindestens ein Blattpaar hat. Ohne Blätter haben es die Wurzelstöcke schwer, wieder auszutreiben. Der Pflanzabstand sollte rund 30 Zentimeter betragen.
 
 Bewurzelte Steckhölzer stutzen
 
 Blütensträucher, die Ihr im Januar durch Steckholz vermehrt habt, besitzen im Mai in der Regel schon recht lange neue Austriebe. Schneidet diese jetzt mit einer scharfen Gartenschere um etwa zwei Drittel zurück und versorgt die Jungpflanzen anschließend mit etwas Dünger. So erhalten sie noch einmal einen Wachstumsschub und bilden von Anfang an eine gute Verzweigung.
 
 
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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 10:45:20


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