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Goldafter


 

Goldafter

 Goldafter sind Nachtfalter. Sie bevorzugen Obstbäume in Gärten und auf Streuobstwiesen. Wenn die Raupen in Massen auftreten, kommt es zum völligen Kahlfraß. Deshalb wird der Goldafter als Schädling angesehen. Besonders gern mögen sie Weißdorn und Schlehen, aber auch Eichen. Namensgebend ist der goldgelbe Afterbusch, mit dessen Haaren das Weibchen die Eier bedeckt, damit die natürlichen Feinde der Insekten sie nicht finden.

  Hat man die Raupen im Garten, ist das eine wahre Plage. Sie klettern überall herum, nicht nur auf Bäumen und Büschen. Selbst vor Wäschespinnen, Möbeln, Rutschen und vor Kinderspielzeugen machen sie keinen Halt. Das Schlimme ist, dass sie alles umspinnen. Das sieht mitunter gespenstisch aus. Mit einem Wasserstrahl kann man die Gespinste zerstören, aber die Krabbler sind hartnäckig. Sie haben einen Gespinstfaden, mit dem sie sich anscheinend -festkleben-. So können sie sich immer wieder an den Ausgangsort zurückziehen. Die Raupen fliegen an diesen Fäden auch umher und setzen sich auf Haare, Kleidung und auch auf die Haut von Menschen, wo sie auch allergische Reaktionen auslösen können, da die kleinen Härchen der Raupen Widerhaken besitzen. Man nennt sie Brennhaare. Sie können starken Juckreiz und Hautreizungen auslösen, aber auch Schädigungen an Atemwegen und Augen hervorrufen. Die Raupe selbst wird durch diese Brennhaare vor Fressfeinden geschützt. Ungefähr 600.000 solcher Haare besitzt eine einzige Raupe. Sie brechen bei Beunruhigung der Raupe ab und behalten ihre Wirksamkeit über Jahre.

Goldafterraupe

  Im Befallsgebiet von Goldafter kann man mit der vollständigen Entfernung der auffälligen Winternester Befallsfreiheit erreichen. Dabei handelt es sich um relativ große Gespinste. Durch das Einspinnen weiterer Blätter und Zweige wird das glänzend-grauweiß schimmernde Nest erweitert, bis es seine endgültige Größe erreicht. In den kahlen Bäumen fallen sie deutlich auf. In den Nestern überwintern jeweils bis zu 100 Raupen. Im Frühjahr fressen sie dann die Knospen und danach das junge Laub und die Blüten.

  Die erwachsenen Falter können nachts mit Lichtfallen gefangen werden. Anhand der gefangenen Tiere kann man berechnen, wie hoch die Population ist und ob es zu einer massenhaften Ausbreitung der Tiere kommt, gegen die eingeschritten werden muss. Am wirksamsten erweist sich dabei das vernichten der Nester. Am besten erfolgt dies im Spätherbst. Aber auch im Frühjahr kann man die Nester noch beseitigen. Zwar sind die Raupen den Tag über unterwegs und fressen, am Abend kehren sie aber in ihre Nester zurück. Das ist der günstigste Zeitpunkt, sie zu erwischen. Wegen der gefährlichen Härchen sollten die Nester nie mit bloßen Händen angefasst werden. Am sichersten ist übrigens, die Nester zu verbrennen.

  Wurden die mechanischen Maßnahmen versäumt, können bei warmer und trockener Witterung (über 18 Grad Celsius) in der ersten Maihälfte Spritzungen mit Bakterienpräparaten durchgeführt werden. Diese wirken allerdings nur bei Jungraupen bis zu einem Zentimeter Körperlänge.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:16:20



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