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Grünlilie


 
Grünlilie
 Die robuste Grünlilie gehört zu den Liliengewächsen (Liliaceae) und stammt ursprünglich aus Südafrika. Es sind etwa einhundert Arten bekannt, die in tropischen Gebieten wachsen. Als Zimmerpflanze ist die Grünlilie sehr beliebt, da sie pflegeleicht ist und sich beinah in jedem Raum im Haus wohlfühlt. Besonders gut kommen die langen Triebe mit ihren zahlreichen Kindeln in Ampeln oder auf Pflanzensäulen zur Geltung. Der botanische Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern "chloros" für Grün und "phyton" für Pflanze zusammen, "comosum" heißt übersetzt "schopfartig" und bezieht sich auf den dichten Blattschopf der Grünlilie. Die auch unter den Namen Graslilie, Brautschleppe und Grüner Heinrich bekannte Zimmerpflanze wurde bereits 1828 in Deutschland eingeführt.
 
 
 
 Wuchs
 
 Grünlilien sind niedrige krautige Pflanzen, deren Wurzeln in Büscheln stehen und fleischig verdickt sind. Sie bilden einen dichten Blattschopf, aus dem lang herabhängende Blütentriebe wachsen. In den Tropen breiten sie sich mithilfe ihrer Kindeln in kurzer Zeit auf größeren Flächen aus.
 
 Blätter
 
 Die meist länglich-lanzettlichen Blätter der Grünpflanzen, die sich aus einer Rosette entwickeln, sind grundständig, bis 40 Zentimeter lang und etwa 2,5 Zentimeter breit. Je nach Sorte sind sie grün, grün-weiß oder grün-gelb gestreift.
 
 Blüten
 
 Die weißen sternförmigen Blüten sind recht klein und erscheinen ganzjährig. Sie sitzen in dichten oder lockeren Trauben an einem einfachen bis verzweigten Schaft. Der Blütenstand wird mit fortschreitender Blühdauer bis zu einem Meter lang und hängt bogenartig herab. Ebenfalls am Blütenstand werden Triebe mit bewurzelten Jungpflanzen, sogenannte Kindeln, gebildet.
 
 Licht und Temperatur
 
 Die Grünlilie bevorzugt helle Plätze, an denen sie nicht der direkten Sonnenein­strahlung ausgesetzt ist. Grünblättrige Formen des Liliengewächses vertragen auch schattige Standorte, buntblättrige neigen hier zum Vergrünen. Im Sommer gedeihen Grünlilien bei Zimmertemperaturen um 20 Grad Celsius; sie können dann auch ins Freie gestellt werden. Im Winter eignet sich ein kühlerer Standort. Die Zimmerpflanze sollte jedoch nicht unter zehn Grad stehen, da ihr Wachstum sonst ins Stocken gerät.
 
 Pflege
 
 Die robuste Grünlilie muss in der Wachstumsphase vom Frühling bis zum Spätsommer regelmäßig gegossen werden. Dabei übersteht die Zimmerpflanze aufgrund ihrer wasserspeichernden Wurzeln auch Trockenperioden, Staunässe gilt es allerdings zu vermeiden. Während der Ruhephase im Winter darf sie nur sparsam gewässert werden. Eine wöchentliche Gabe Grünpflanzendünger empfiehlt sich von März bis August. Verwendet am besten einen Flüssigdünger und verabreicht diesen mit dem Gießwasser.
 
 Umtopfen
 
 Umgetopft werden sollte die Grünlilie im Frühjahr und erst dann, wenn sich der Wurzelballen leicht aus dem Pflanzgefäß heben lässt. Setzt die Pflanze in ein rund zwei Finger breiteres, nicht allzu tiefes Pflanzgefäß mit frischer, lehmhaltiger Zimmerpflanzenerde.
 
 Schneiden
 
 Bei der Grünlilie ist kein regelmäßiger Schnitt nötig. Ihr könnt die Blütenschäfte mit den Kindeln jedoch jederzeit abschneiden, wenn sie zu lang werden.
 
 Vermehrung
 
 Die Pflanzen bilden an den langen Blütentrieben bereits fertige Ableger, die nur noch abgetrennt und eingetopft werden müssen. Wenn man sie gleich abtrennt, ist es wichtig, dass man die Erde im neuen Topf bis zum Einwurzeln gut feucht hält. Sicherer ist es, die Ableger zunächst einzutopfen und erst dann von der Mutterpflanze abzutrennen, wenn sie gut eingewurzelt sind. Dies erkennt Ihr daran, dass die Pflanzen plötzlich einen Wachstumsschub zeigen. Alternativ kann man die Kindeln der Grünlilien nach dem Abtrennen von der Mutterpflanze auch zunächst in einem Wasserglas bewurzeln.
 
 Sorten
 
 Bei uns ist vor allem die weiß-grün beblätterte Sorte ‘Variegata’ beliebt. Die Sorte ‘Milky Way’ besitzt grasartige, weißgerandete Blätter. ‘Vittatum’ fällt durch ihre fast schneeweiß gefärbte Blattmitte auf, während ‘Streaker’ tiefgrüne Blätter mit einem sehr hellen Streifen in der Mitte besitzt. Auffällig gedrehte Blätter trägt die kompakte Sorte ‘Bonnie’.
 
 Krankheiten und Schädlinge
 
 Grünlilien sind zwar sehr robust, gelegentlich werden sie jedoch von Blatt- oder Schmierläusen befallen. Braune Blattränder treten bei zu trockener Raumluft und bei Staunässe auf. Knickblätter entstehen durch Düngung bei Winterwärme und Luftmangel.
 





Zuletzt aktualisiert am: 27.01.2018 21:28:09


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