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Hechtkraut


 

 Hechtkraut (Pontedaria cordata)

 
Hechtkraut
 Blau blühende Wasserpflanzen sind selten; das Hechtkraut stellt daher eine Bereicherung für jeden Gartenteich dar. Es wächst in nähstoffreichem, schlammig-sandigem Substrat in der Flachwasserzone und bildet über sein Rhizom mit der Zeit dichte Horste. Da es nicht völlig winterhart ist, setzt man es in einen Pflanzkorb, der im Winter frostfrei in der Tiefwasserzone des Teichs oder an Land unter einer dichten Laubschicht gelagert wird.
 
 Verbreitung und Lebensraum von Hechtkraut
 
 Die Hechtkräuter (Pontederia) bilden zusammen mit der Wasserhyazinthe die Familie der Wasserhyazinthgewächse (Pontederiaceae). Die Gattung Pontederia umfasst 6 Arten von Hechtkräutern, die ursprünglich aus Nordamerika stammen. Dort wachsen sie in Sümpfen der Küstenregion bei niedrigem Wasserstand auf lehmig-schlammigem Grund. Einige Arten sind einjährig, andere ausdauernd und mehrjährig. Die Hechtkräuter gehören zu den emersen, im Bodengrund wurzelnden Wasser- und Sumpfpflanzen.
 
 Merkmale, Form und Färbung von Hechtkraut
 
 Drei Hechtkrautarten kommen für die Flachwasserzone des Gartenteichs infrage. Meist wird im Gartenfachhandel die Art Pontederia cordata angeboten. Ihre dunkelgrünen Blätter sitzen an langen Stielen und werden bis zu 40cm lang. Die Blattform beginnt an der Basis herzförmig und läuft spitz zu. Die Blütenähren können bis zu 60cm lang werden. Die kleinen, hellblauen bis violettblauen Blüten erscheinen zunächst unten und blühen dann nach und nach bis zur Spitze der rispenförmigen Ähre auf. Die Blütezeit fällt in den Hochsommer zwischen Juli und August. Das Hechtkraut bildet ein kriechendes Rhizom, an dem sich Jungpflanzen bilden und mit der Zeit über die Wasseroberfläche hinaus wachsen. Die Samen dieses Hechtrautes sind essbar. In Nordamerika werden sie roh gegessen, gekocht oder getrocknet und zu Mehl verarbeitet. Geröstet haben sie einen nussartigen Geschmack.
 
 Ebenfalls zur Bepflanzung der Flachwasserzone geeignet ist das Hechtkraut Pontederia sagittata; es wird aber seltener angeboten. Seine Blätter sind wesentlich breiter und länger, die Blütenstände aber kürzer. Die dritte, für die Teichbepflanzung geeigenete Hechtkrautart ist Pontederia lanceolata, welches nur an einem vollsonnigen Standort gedeiht und sogar bis zu 120cm hohe Blütenstände entwickelt.
 
 Pflege von Hechtkraut im Gartenteich
 
Hechtkraut
 Das Hechtkraut pflanzt man entweder als Solitärpflanze oder in er Gruppe in die Flachwasserzone des Gartenteichs. Da ist nicht ganz winterhart ist, setzt man die Pflanzen am besten in einen genügend großen Pflanzkorb, damit man es in den Wintermonaten leicht in die frostfreie Tiefwasserzone des Teichs umsetzen oder besser im Haus in einem ungeheizten, frostfreien Raum überwintern kann. Man kann das Hechtkraut aber auch zur Überwinterung unter einer dicken Laubschicht an einem trockenen Standort einschlagen. Das Hechtkraut zieht im Spätherbst die oberirdischen Pflanzenteile weitgehend ein und treibt dann erst im späten Frühjahr wieder aus.
 
 Vermehrung von Hechtkraut
 
 Das Hechtkraut bildet im weichen Bodengrund mit der Zeit ein kriechendes Rhizom, aus dem Tochterpflanzen austreiben. Zur vegetativen Vermehrung kann man dieses Rhizom vorsichtig mit einem scharfen Messer teilen. Alternativ kann man auch die Samen einsammeln und auf einem feuchten, sandig-lehmigen Substrat aussäen. Ein Pulk von Hechtkräuter bildet einen schönen Farb- und Formenkontrast zur Nachbarschaft der rosa-blühenden Schwanenblume oder des Froschlöffels, alle drei haben ähnliche Ansprüche an Wassertiefe, Bodensubstrat und Lichtverhältnisse.
 
  • Hechtkraut
  • lat: Pontedaria cordata
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Tiefe: 20 bis 30cm
  • Standort: sonnig bis Halbschatten
  • Winterhart: nein
 
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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 10:59:26


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