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Herbstgrasmilbe


 

Herbstgrasmilbe

 Herbstgrasmilben werden auch als Herbstmilben, Erntemilben, Heumilben, Herbstlaus oder Pfirsichlaus bezeichnet. Ihre Larven leben parasitisch und befallen meist Mäuse, aber auch Hunde, Katzen, Menschen und andere Säugetiere.

  Herbstgrasmilben treten in der Regel von April bis in den späten Oktober hinein auf. Die Milben legen ihre Eier im Gras oder Moos ab. Die Larven schlüpfen und bei Kontakt gehen sie auf Vögel und Säugetiere über. Besonders gern haben sie Hunde, Katzen und Menschen als Wirte. Die Larven saugen sich in der Haut ihres Wirtes fest. Ähnlich wie Zecken haften sie an der Saugstelle. Sie nehmen kein Blut, sondern Lymphe auf. Nachdem sie sich mehrere Stunden lang satt getrunken haben, lassen sie sich einfach abfallen. Über drei Nymphenstadien entwickeln sich zu erwachsenen Tieren.

 24 Stunden nach dem Saugen beginnt ein sehr starker Juckreiz mit Quaddelbildung, der bis zu sieben Tage andauern kann. Teilweise kann es zu Haarausfall kommen. Das macht sich besonders bei Tieren bemerkbar. Da Larven oft in großer Zahl auf Tiere übergehen, entstehen regelrechte gelborange Beläge, vorzugsweise an dünnhäutigen Stellen, wie Schnauze, Augenbögen und Unterbauch. Auch siedeln Milben gern in Hautfalten. Beim Menschen kommt es meist nur zum Befall mit einzelnen Parasiten. Man nennt die Erkrankung beim Menschen Erntegrätze. Bettwärme verstärkt die Symptome beim Menschen. Die Beschwerden klingen bei Menschen nach 10 bis 14 Tagen spontan ab. Schätzungsweise jeder dritte Hund bringt diese lästigen Plagegeister vom Spaziergang in Wald und Wiese mit nach Hause.

Herbstgrasmilbe

  Vorbeugen kann man nur, indem man jeden Kontakt mit Wiesen und Moos meidet. Wenn man lange Hosen trägt, sollte man sie unten in die Socken stecken. Auch unterlegen einer Picknickdecke kann helfen. Das Einreiben mit Repellentien soll die Milben fern halten. Die Creme enthält die gleichen Duftstoffe, die auch Mücken und andere Insekten vertreibt. Hilfreich ist auch die Einnahme von Vitamin-B-Komplex über die gefährdete Zeit hinweg.

 Bislang gibt es weder chemische Bekämpfungsmittel die nur gegen Herbstgrasmilben wirken und somit ökologisch verträglich sind, noch ist mit chemischen Mitteln eine erfolgreiche Milbenbekämpfung gelungen. In der Regel sind die Befallsflächen zu umfangreich, um einen sinnvollen Einsatz von chemischen Präparaten durchzuführen. Mann sollte die Befallsflächen meiden, da es momentan keine Möglichkeit der Bekämpfung gibt.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:25:14


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