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Holzwurm


 

 Wer einen Holzwurm in seinem Kleiderschrank, einer Kommode oder im Dachgebälk ausfindig macht, sollte auf gar keinen fall die Hände in den Schoß legen. Die kleinen Vielfraße können nämlich in beträchtlicher Zeit Unmengen an Holz in sich hineinschlingen und somit den befallenen Gegenstand mit ihren Tunneln und Fraßlöchern komplett durchhöhlen. Dabei ist es nicht einmal besonders schwer, den unangenehmen Schädling zu vertreiben man muss nur wissen, wie.

Holzwurm

  Zunächst einmal gibt es drei konventionelle Verfahren, den Holzwurm loszuwerden:

 Die erste Möglichkeit besteht darin, das befallene Holzstück in eine verschweißte Plastiktüte (aus Gründen der Hygiene) zu packen und über Nacht in das Kühlhaus des ortsansässigen Metzgers zu stellen. Die Tiere können die frostigen Temperaturen nicht überleben natürlich reicht dazu auch eine sehr kalte Winternacht auf ihrem Balkon.

 Die nächste Methode stellt das so genannte Heißluftverfahren dar: Das befallene Möbelstück wird in eine spezielle Kammer gebracht und dort unter kontrollierten Bedingungen Hitze ausgesetzt. Die Temperatur sollte circa 60° C betragen, da ab 54° C das Eiweiß der Schädlinge gerinnt. Diese thermische Behandlung macht den Tierchen garantiert den Gar aus.

  Handelt es sich bei dem befallenen Holz um kleinere Gegenstände und Möbel, kann eine Heißluftpistole ausreichend sein. Der Wurm wandert unter der Holzoberfläche in Holzmaserrichtung. An der Stelle wo Holzmehl austritt ist der Wurm im Gang aktiv. Die Pistole sollte mit einem Abstand von mindestens 5 cm auf das Holz gerichtet sein, da sonst sehr schnell Brandflecken auftreten können.

Holzwurm

  Die dritte herkömmliche Art, Holzwürmer loszuwerden, ist das Bestrahlen mit Mikrowellen. Da die thermische Methode das Holz stark beansprucht - was sich zum Beispiel in Rissen auf Grund von zu großer Trockenheit durch Wärmebehandlung äußert - ist die Behandlung mit Mikrowellen zu empfehlen, da das Prinzip der Eiweißgerinnung dasselbe bleibt. Leider kostet dieses Verfahren zwischen 200,- und 400,- € - denn das kann nur der Fachmann machen.

  Vorsorge jedoch kann man selbst treffen. Wenn Ihr eure Lieblingsstücke vor dem Holzwurm schützen wollt, mischt gleiche Mengen Kochsalz, Pfeffer, Senfkörner, Knoblauch und Wermutskraut und lasst das ganze in zwei bis drei Litern Spritessig aufkochen. Mit dieser Beize die Stücke ein- bis zweimal abreiben.

 Hat der gemeine Holzwurm zum Beispiel den Kleiderschrank schon befallen, helfen darin ausgelegte Eicheln, welche die Würmer aus dem Holz hervorlocken. Sobald Fraßlöcher zu erkennen sind, sollten die Eicheln gewechselt werden.

 Mittel gegen Holzwürmer:

 Wer von der chemischen Keule die Finger nicht lassen kann, dem helfen natürlich auch besondere Holzschutzmittel weiter. Eine großflächige Bekämpfung ist aus Gründen der Gesundheit nicht zulässig. Die Mittel enthalten Nervengifte wie zum Beispiel Pyrothroide und für diese gilt: eine Hautberührung führt auch beim Menschen zur Wirkung.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:26:03


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