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Kartoffelkäfer


 

Kartoffelkäfer

 Der Kartoffelkäfer stammt, genau wie die Kartoffel aus Colorado. Mit ihr zusammen wurde der Käfer eingeschleppt und hat sich weltweit verbreitet. Kartoffelkäfer und ihr Nachwuchs können innerhalb kurzer Zeit ganze Kartoffelfelder kahl fressen. Ihre Lieblingsspeise sind Teile der Kartoffeln. Sie sind gefürchtete Schädlinge. In früheren Zeiten löste ihr Auftreten Hungersnöte aus. Außer Kartoffeln fressen sie auch noch andere Nachtschattengewächse, wie Tomaten und Tabak.

  Im Juni legen die Weibchen der Kartoffelkäfer bis zu 1200 Eier an die Blattunterseite der Kartoffelpflanze. Schon nach 3 bis 12 Tagen schlüpfen die gefräßigen Larven. Diese fressen fast ausschließlich die Blätter der Kartoffelpflanze.

 In warmen Jahren entwickeln sich auch in unseren Breiten zwei Generationen, was zu einer richtigen Plage werden kann. Kartoffelkäfer sind gute Flieger. Deshalb breiten sie sich auch schnell von einem zum nächsten Feld aus.

  Die auffälligen Streifen der Kartoffelkäfer sind ein guter Schutz für die Insekten. Es sind Warnfarben. Die Vögel trauten sich nicht, die Käfer zu fressen. So hatten die Kartoffelkäfer lange Zeit keine natürlichen Feinde und konnten sich ungestört vermehren. Erst in den letzten Jahrzehnten begannen einheimische Vogelarten, wie Fasane, den Kartoffelkäfer als Beute anzunehmen.

Kartoffelkäferlarve

  Wenn man Kartoffeln in seinem Garten anpflanzt, sollte man einige Kümmelpflanzen dazwischen pflanzen. Die mögen Kartoffelkäfer nicht. Auch Schädlingsschutznetze helfen, nicht nur gegen gefräßige Maden, Raupen und Käfer. Sie vermindern auch Hagelschäden und unterbinden Wild- und Vogelfraß. Licht, Luft und Wasser können aber ungehindert hindurchdringen. Für große landwirtschaftliche Nutzflächen ist dieser Schutz nicht geeignet. Die Flächen sind einfach zu groß, um sie sicher abzudecken.

 Biobauern können Kartoffelkäfer mit Hilfe von Bacillus thurengiensis bekämpfen. Auch ist seit einiger Zeit ein Gerät im Einsatz, welches den Einsatz von Insektiziden überflüssig macht. Der "Bio-Collektor" bläst die Käfer und ihre Larven zuerst von den Pflanzen und saugt sie dann in eine Auffangwanne. Diese Wannen kann man abnehmen, um die Käfer zu entsorgen. Dieses Gerät gibt es in zwei- und vierreihiger Ausführung, je nachdem, wie groß ein Feld ist. In einer Stunde kann ein Hektar käferfrei gemacht werden. Für den Hobbygärtner lohnt sich so ein Gerät natürlich nicht. Da sind vorbeugende Maßnahmen besser geeignet. Zur Pflanzenkräftigung kann man mit Brennnessel- Algen Kombi und oder Gesteinsmehl spritzen. Auch Brennnessel- und Rainfarnjauche spritzen soll die Pflanzen kräftigen. Kupferhaltige Pilzbekämpfungsmittel zeigen eine abwehrende Wirkung auf Kartoffelkäfer. Wenn man keine große Anbaufläche hat, kann man die Käfer auch absammeln. Die Larven können auch mit Gesteinsmehl überstäubt werden. So werden sie abgetötet.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:29:28


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