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Kirschfruchtfliege


 

 Der Wurm in der Kirsche ist die Larve der Kirschfruchtfliege. In den letzten Jahren wurde ein verstärktes Auftreten der Kirschenfliege beobachtet. An manchen unbehandelten Bäumen waren über 90 Prozent der Kirschen madig. Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier in die heranwachsenden Kirschen, in der sich dann die Maden entwickeln. Befallene Früchte wirken glanzlos und fallen oft vorzeitig ab.

Kirschfruchtfliege

 Was kann man gegen die Kirschfruchtfliege tun?

 Da die Eiablage zur Zeit des Gelbfärbens der Früchte erfolgt, können zur Flugüberwachung und zum Massenfang Gelbfallen (Typ Rebell®) eingesetzt werden. Für die Flugüberwachung ist eine Falle pro Kirschensorte ausreichend, während für den Massenfang etwa 8-10 beleimte Kirschfruchtfliegenfallen pro Hochstammbaum nötig sind.

 Um die Fangquote der Fallen zu verbessern, können unter den Fallen PET-Flaschen mit biologischem Flüssigdünger (z.B. Lysodin Algafert) angebracht werden. Der Flüssigdünger lockt aufgrund seines Geruchs die Fliegen an, so dass mit so beköderten Fallen etwa doppelt so viele Fliegen gefangen werden. Als weitere Möglichkeit kann die Abdeckung der Baumscheibe mit engmaschigen Netzen dienen. Die Maschenweite sollte 0.8mm betragen, die Netzränder sind zu beschweren oder einzugraben. Die Netze verhindern, dass die Fliegen, die aus den im Boden überwinternden Puppen schlüpfen, zu den Kirschen gelangen. Der Mindestabstand zu Kirschbäumen ohne Abdeckung sollte mehr als 200m betragen.

 Falls durch Frost die Ernte bei den benachbarten Bäumen ausfällt, ist ein Mindestabstand über 800-1000m nötig, da in diesem Fall mit einer verstärkten Wanderbewegung der Fliegen gerechnet werden muss. Weiterhin ist eine Abdeckung der Baumkrone mit Netzen sinnvoll. Die Netze sollten jedoch unbedingt vor Flugbeginn der Kirschenfliegen (Mitte Mai) installiert werden. Etwa 3 Wochen nach Flugbeginn der Falter sollten die Netze wieder abgehängt werden, damit nicht unnötigerweise auch nützliche Insekten dran kleben bleiben.

Kirschfruchtfliege

  Einmal befallene Früchte können nicht mehr befallsfrei gemacht werden, jedoch sollte man diese Früchte sorgfältig auspflücken und wenn irgendwie möglich, auch abgefallene Früchte nicht auf dem Boden liegenlassen, damit die Wahrscheinlichkeit eines Befalls für nächstes Jahr gesenkt wird. Jedoch sollte man diese Maßnahmen am besten in der gesamten Nachbarschaft durchführen.

 Sehr frühe Kirschensorten werden nicht befallen, da während deren Gelbwerden der Früchte die Kirschfruchtfliegen noch nicht aktiv sind.

 Im Erwerbsanbau stehen gegen die Kirschfliege noch mehr und andere Mittel als im Haus- und Kleingarten zur Verfügung. Dies liegt auch daran, weil dort eine exaktere Spritztechnik angewandt wird. So sind die vorgeschriebenen Aufwandmengen und damit auch die berechneten Wartezeiten, die gerade bei der Kirschfliege sehr kurz sein müssen, genau einzuhalten. Dann gibt es auch keine Probleme mit gesundheitsschädlichen Rückständen.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:31:51


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