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Kohlhernie


 

Kohlhernie

 Die Kohlhernie ist eine hartnäckige Krankheit, die sich kaum bekämpfen lässt. So könnt Ihr verhindern, dass eure Kohlpflanzen krank werden.

  Die Kohlhernie ist eine Pilzerkrankung, die nicht nur verschiedene Kohlarten befällt, sondern auch andere Kreuzblütler wie Senf oder Rettich. Verursacher ist ein Schleimpilz namens Plasmodiophora brassicae. Der Pilz lebt im Boden und bildet Sporen, die bis zu 20 Jahre überdauern können. Er dringt über die Wurzeln in die Pflanze ein und verursacht durch die Mobilisierung verschiedener Wachstumshormone eine unkontrollierte Teilung der Wurzelzellen. Auf diese Weise entstehen an den Wurzeln knollenartige Verdickungen, die die Leitungsbahnen schädigen und damit den Wassertransport stören. Insbesondere bei warmen, trockenem Wetter können die Blätter nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt werden und beginnen zu welken. Je nach Witterung und Befallsstärke stirbt nach und nach oft die gesamte Pflanze ab.
 
  Kohlhernie vorbeugen
 
  Im Hausgarten könnt Ihr der Kohlhernie durch regelmäßigen Fruchtwechsel vorbeugen. Haltet bis zum erneuten Anbau von Kohlgewächsen auf einem Beet eine Anbaupause von mindestens fünf bis sieben Jahren ein und säet zwischenzeitlich auch keine Kreuzblütler (z. B. Senf oder Raps) als Gründüngung aus. Auf verdichteten, sauren Böden gedeiht der Schleimpilz besonders gut. Lockert undurchlässige Böden deshalb mit Kompost und durch tiefgründiges Umgraben. Den pH-Wert solltet Ihr mit regelmäßigen Kalkgaben je nach Bodenart in einem Bereich zwischen 6 (Sandböden) und 7 (Lehmböden) halten.
 
Kohlhernie
  Durch Anbau resistenter Kohlsorten könnt Ihr einen Kohlhernie-Befall ebenfalls weitgehend verhindern. Als resistent gegen die Kohlhernie gelten die Blumenkohl-Sorte 'Clapton F1', die Weißkohl-Sorten 'Kilaton F1' und 'Kikaxy F1', die Chinakohl-Sorten 'Autumn Fun F1' und 'Orient Surprise F1' sowie alle Grünkohl-Sorten. Besonders anfällig sind Rosenkohl und Kohlrabi. Eine direkte Bekämpfung der Kohlhernie mit Fungiziden ist nicht möglich, Versuche haben aber gezeigt, dass eine Kalkstickstoff-Düngung die Zahl der Pilzsporen deutlich reduzieren kann.
 
  Übrigens: Baut auf ehemaligen Kohlbeeten möglichst keine Erdbeeren an. Sie zeigen zwar keine Krankheitssymptome, können aber trotzdem von der Kohlhernie befallen werden und zur Ausbreitung der Erreger beitragen. Auch Unkräuter aus der Familie der Kreuzblütler wie zum Beispiel das Hirtentäschelkraut solltet Ihr wegen der Infektionsgefahr gründlich aus euren Gemüsebeeten entfernen.
 
 
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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:33:13



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