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Maikäfer


 

 Maikäfer sind keine großen Gartenschädlinge. Sie fressen am Laub von Bäumen und Büschen. Die fehlenden Blätter werden aber von den Bäumen im Juni wieder ersetzt (Johannistrieb). Nur wenn die Käfer in Massen auftreten, was aber nur alle vier Jahre vorkommt, kann es zum Kahlfraß ganzer Waldabschnitte und Obstplantagen kommen. Alle 40 Jahre kommt es zu einer riesigen Plage, da treten die Maikäfer in Massen auf und richten verheerende Schäden an.

Maikäfer

  Der Fraß der Engerlinge ruft weit mehr Schäden hervor. Zwar fressen sie zuerst abgestorbene Pflanzenteile und Haarwurzeln. Durch Wurzelfraß können sie aber ganze Bäume so weit schädigen, dass ein Windstoß sie zu Fall bringt. Am meisten gefährdet sind junge Bäume, vor allem Laubbäume. Der Befall macht sich durch geringen Wuchs bemerkbar. Danach sterben langsam die Wipfel ab.

 Eulen, Fledermäuse, Greifvögel, Krähen und Spatzen sind natürliche Feinde der Käfer. Der Engerling hat noch weit mehr Feinde, Amsel, Grünspecht, Igel, Laufkäfer, Maulwurf, Möwen, parasitäre Nematoden, Raupenfliege, Spitzmaus und Star gehören dazu. Aber auch im Boden befindliche Bakterien, Nematoden. Pilze und Viren gefährden sie.

 Die Schädlinge mögen keinen Knoblauchgeruch und auch keine häufige Bodenbearbeitung. Wenn man den Boden gut durchlüftet, werden Eier und Junglarven abgetötet. Käfer kann man vom Baum schütteln und einsammeln. Beete werden in der Flugzeit der Käfer mit Flies oder Gemüsefliegennetzen abgedeckt. Engerlinge lieben Löwenzahnwurzeln. Wenn sie genug davon finden, lassen sie alles andere in Ruhe.

Maikäferlarve

 Gut fangen lassen sich Engerlinge in einer Pferdemistfalle. Man mischt dazu einen Eimer Pferdemist mit Kompost und vergräbt ihn etwa 50 cm tief im Boden. Am besten nimmt man mehrere Eimer. Im Frühjahr kann man die Eimer dann wieder ausgraben und die dort versammelten Engerlinge töten. Erwartet man die alle vier Jahre auftretende Invasion der Käfer, sollte man seinen Rasen erst dann mähen, wenn die Maikäfer ihre Eier abgelegt haben. Die Eier vertrocknen in den Gräsern.

 In nächster Zeit kann möglicherweise ein Pilz die Bestände an Maikäfern kontrollieren. Im Moment laufen Tests dazu. In der Rhein-Main-Ebene vermehren sich Maikäfer massenhaft. Besonders betroffen sind dort Laubbäume. Viele Hektar Forstwälder zeigen starke Schäden. Der Zugriff auf die Engerlinge ist schwierig, da sie sich über drei Jahre unter der Erde aufhalten. Nun versucht man die Waldmaikäfer in Fallen zu locken und sie dort mit den Pilzen zu infizieren. Bei der Paarung wird der Pilz an den Partner und somit indirekt auch an die Larven weitergegeben. Das nächste Frühjahr wird zeigen, wie sich die Pilzsporen verbreitet haben.

 Früher löste man das Maikäferproblem anders. Besonders in den Jahren, in denen es nicht ausreichend Nahrung für alle gab, wurden die Käfer gegessen. In Konditoreien waren die Käfer sogar verzuckert zu haben. Kandierte Maikäfer als Nachtisch galten als Delikatesse.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:36:05


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