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Miniermotte


 

 Die Miniermotte nennt man auch Blatt-Tütenmotte (Gracillariidae). Die Miniermotte gehört zur Familie der Schmetterlinge. Bei den Miniermotten handelt es sich um kleine bis sehr kleine Falter mit gut ausgebildetem Saugrüssel und langen Antennen.

Miniermotte

  Die Miniermotte fliegt vornehmlich in der Abenddämmerung. Die Flügel sind schmal und besitzen häufig lange Fransen. Die meisten Arten sind auf eine Wirtspflanze spezialisiert.

 Sehr bekannte Miniermottenarten sind zum Beispiel die Ahornmotte (Caloptilia rufipennella) oder die Azaleenmotte (Caloptilia azaleella), aber auch die Eichenrindenminiermotte (Spulerina simploniella), sowie die Fliedermotte (Gracillaria syringella) und die häufig an Buchen zu findende Phyllonorycter maestingella.

 In Europa ist vor allem die so genannte Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella) als Schädling berühmt und berüchtigt. Wenn sich vielerorts die Blätter der Rosskastanie schon sehr früh wieder herbstlich braun färben, stellt dies das Schadbild des Befalls durch die Rosskastanien-Miniermotte dar.

  Erstmals nachgewiesen wurde das Schadinsekt 1984/85 am Ohrider See in Mazedonien. Die darauf folgenden Jahrzehnte war eine immer weitere Verbreitung über weite Teile Mittel- und Osteuropa zu verzeichnen. 1992/93 wurde die Rosskastanien-Miniermotte erstmals in Süddeutschland nachgewiesen.

Miniermotte

 In Deutschland wurde die Bedeutung dieses Schädlings erst sehr spät erkannt, zumal die Rosskastanie an sich in Deutschland im forstwirtschaftlichen Sinne eine eher untergeordnete Rolle spielt.

 Der wirtschaftliche Faktor ist jedoch nun durch den inzwischen quer durchs Land gezogenen Befall deutlich geworden. Zwar wird die Rotblütige Rosskastanie im Gegensatz zur Weißblütigen Rosskastanie nicht befallen, aber Weißblütige Rosskastanien lassen sich von Baumschulen kaum mehr verkaufen, weil davon ausgegangen werden muss, dass der Anblick dieser bereits im Sommer durch braun gefärbte Blättern einfach unansehnlich ist. Im Spätsommer sind die Bäume dann schon kahl.

 Ausgebreitet hat sich die Kastanienminiermotte in den 1990er Jahren von Asien ausgehend über den Südosten Europas bis nach Dänemark und England. Die von der Kastanienminiermotte befallenen Bäume scheinen zwar nicht abzusterben, werden aber zusehends geschwächt und somit anfälliger für andere Krankheitserreger.

Bekämpfung mit Raupenleim.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:42:52


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