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Nematoden


 

 Nematoden sind Fadenwürmer und einer der artenreichsten Stämme des Tierreiches. Meist handelt es sich um kleine, weiß bis farblose, fädige Würmchen, welche in feuchten Medien leben. Ohne Lupe sind sie kaum zu erkennen. Nematoden können sesshaft oder herumwandernd sein.

Nematoden

  Nematoden werden verstärkt als Nützlinge gegen Schnecken, Dickmaulrüßler und andere Pflanzenschädlinge eingesetzt. Sie bekämpfen mit Hilfe von Bakterien, die sie mit sich führen, Schädlinge und ihre Larven. Viele wirken auch bei der Humusbildung mit und machen sich so nützlich. Sie leben im Boden und ernähren sich von Algen, Bakterien und Pilzen.

 Sie können aber auch Schäden anrichten. Wenn sie Gemüse und Zierpflanzen befallen, verursachen sie Flecken und Gallen. Die meisten Nematoden bevorzugen bestimmte Pflanzen, die ihre Vermehrung fördern. Bodennässe fördert die Vermehrung. Leichte Böden begünstigen ihre Ausbreitung.

 Es gibt Nematoden, die stechen mit ihrem Mundstachel das Pflanzengewebe an. Dabei geben sie Speichelsekret ab. Das führt zu einer Veränderung am Gewebe, meist bei Gemüse. Manchmal hilft es, die Anbaufläche zu wechseln. Rosen, Erdbeeren, Kartoffeln und Tomaten werden besonders häufig befallen. Blätter und Stengel krümmen sich, sind gekräuselt. Bei starkem Befall können sie zusammen mit den Wurzeln absterben.

  Durch das Saugen können Bakterien und Viren übertragen werden. Damit entstehen noch größere Schäden. Befallene Pflanzen müssen vernichtet werden. Sie dürfen nicht kompostiert werden. Vor einer Bepflanzung eine Gründüngung mit Kamille und Borretsch durchführen. Eine übermäßige Düngung mit Stickstoff sollte vermieden werden.

Nematoden

 Bei Nematodengefahr kann man Tagetes nana, Kamille, Ringelblume und Sonnenhut großflächig aussäen. Sind Tomaten befallen, kann man Zinien dazwischen setzen. Kornrade scheidet giftige Saponine aus, welche die Nematoden töten. In Gewächshäusern hilft meist nur, den gesamten Boden auszutauschen. Gartenwerkzeuge müssen gut gereinigt und desinfiziert werden.

 Kurzflügler, Pilze, Raubmilben und Raubnematoden sind natürliche Feinde der Nematoden. Mykorrhiza-Pilze können vorbeugend eingesetzt werden, um im Boden ein Abwehrsystem an den Nutzpflanzen zu errichten. Nematoden, die im Boden leben, stechen die Epidermis der Wurzeln an. Mit ihrem Mundstachel stoßen sie durch die Zellwand, bis sie das Plasma aussaugen können. Eier werden in den Boden gelegt. Die Larven schlüpfen und befallen die Pflanze.

 Pflanzenschutzmittel, die gegen Nematoden eingesetzt werden, bezeichnet man als Nematozide.

 Nematoden können auch den Menschen befallen. Die Infektionen sind aber meist harmlos. Am häufigsten tritt ein starker Juckreiz im Bereich des Afters auf. Behandelt wird man mit Medikamenten gegen Würmer. Man sollte verstärkt auf Hygiene achten.

 

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Video über die Nematodenzüchtung

 





Zuletzt aktualisiert am: 13.05.2017 13:05:14


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