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Schnecke


 

 Jeder Hobbygärtner kennt das Problem mit der Schneckenplage. Im Frühling hat man den Gemüsegarten mit viel Mühe angelegt und die zahlreichen Blumen gepflanzt, doch schon bald findet man die ersten Schnecken, meist Nacktschnecken im Garten. Sie bevorzugen Blätter von Blumen und Gemüse wie Salat.

Nacktschnecke

  Die am meist angetroffenen Schnecken im Garten ist die Garten-Wegschnecke, sowie die Ackerschnecke. Sie leben meist in Hecken und Wiesen und sind tagsüber kaum aktiv, da ein Flüssigkeitsverlust zur Austrocknung führen kann, welche den Schnecken das Leben kosten würde. Sie machen sich daher am Abend und in der Nacht, sowie an regnerischen Tagen auf den Weg in die Blumenbeete und den Gemüsegarten. Hier hinterlassen Sie das bekannte Frassbild, denn sie verzehren meist oberirdische Pflanzenteile.

 Neben Tipps zum vorbeugen, findet Ihr Rat wie man Schnecken erfolgreich bekämpft und sie auf Dauer loswird.

 Im Winter vorsorgen: Die Schnecken überwintern im Boden. Wird dieser aufgeharkt und es kommt starker Frost in den Boden, sterben hierbei viele der Schnecken, da sie bei diesen Temperaturen nicht überleben können.

 Beim Samenkauf: Es gibt mittlerweile Gemüse und Blumensamen, der gegen Schnecken resistent sein soll. Eine 100% Garantie kann niemand geben, aber diese Pflanzen mögen Schnecken nicht. Achtet daher auf den Samen.

 Boden bearbeiten: Aufharken des Bodens zerstört die Nistplätze und beugt neuen Schnecken vor. Dennoch darauf achten, dass der Boden immer feinkörnig ist und nicht zu grob, denn sonst können Schnecken hier erneut Eier ablegen.

 Standort: Schnecken meiden einen sonnigen und trockenen Standort. Gemüsebeete und Blumen sollten daher möglichst sonnig stehen.

 Morgens giessen: Die Beete sollten möglichst morgens gegossen werden, dann sehr stark. Wird abends sehr gegossen, zieht das Schnecken besonders an, welche sich in der kommenden Nacht mit den Pflanzen vergnügen.

Schnecke

  Tipp 1: Schneckenschutz durch natürliche Vertilger. Indem man der Natur nicht durch chemische Mittel schaden möchte und der Schneckenplage auf natürliche Weise entgegentritt, tut man nicht nur dem Garten etwas gutes, sondern auch den Tieren im Garten. Zugleich bekämpft man Schnecken sehr effektiv.

 Natürliche Schnecken-Vertilger im Garten sind unter anderem:

  • Igel: Frisst hauptsächlich Schnecken. Lebt gern in Hecken. Legt einen Platz für einen Igel an; einfach einen Haufen mit Zweigen, Ästen von Nadel und Blattbäumen anhäufen.
  • Spitzmaus
  • Maulwurf
  • Vögel wie Elstern und Drosseln, aber besonders Amseln
  • Frösche und Kröten

  Zudem vertilgen andere Gartenbewohner wie Glühwürmchen auch die Eier der Schnecken. Das eigentliche Problem bei Schnecken ist, dass diese zwittrig sind und sich mit jeder weiteren Schnecke, die sie antreffen, fortpflanzen können. Viele der Schnecken sterben nach der Fortpflanzung und abgeschlossenen Eiablage.

 Tipp 2:

 Die Bierfalle ist eine einfache und erstaunlich erfolgreiche Methode zur Schneckenbekämpfung. Man vernichtet die Schnecken direkt ohne teueres Schneckengift oder Schneckenkorn.

 Anwendung: Einfach einen Plastikbecher vollständig in die Erde eingraben und etwa zur Hälfte mit Bier füllen. Durch den Biergeruch werden Schnecken sehr stark angezogen, fallen in die Falle und ertränken. Ein feucht fröhliches Ende für die Schnecken!? Stimmt, doch wer glaubt mit der Bierfalle die Schneckenplage im Griff zu haben, der irrt. Das Bier lockt weitere Schnecken an und auch Schnecken aus benachbarten Gärten können nun in den eigenen wandern. Bier gegen Schnecken lohnt sich vor allem im Frühling. In dieser Zeit ist das Nahrungsangebot der Schnecken gering und sie sehen das Bier bzw. den anziehenden Geruch als "willkommene Abwechslung". Im Sommer ist von der Bierfalle abzuraten.

 Tipp 3:

 Den Schneckenbesuch im Gemüsebeet kann man ganz leicht verringern. Streue außen um das Beet eine dichte "Straße" mit Asche. Die Schnecken werden hier nicht drüber kriechen. Natürlich muss diese Barriere von Zeit zu Zeit erneuert werden.

 Tipp 4:

 Um die Mitesser wieder los zu werden musst du folgendes in die Nähe pflanzen: Salbei oder Thymian, denn starke Düfte mögen Schnecken nicht ...

 Tipp 5:

 Wenn du Bretter zwischen die Beete legst, können Schnecken darunter kriechen und auf den Abend warten. Du musst die Bretter dann gegen Abend einfach umdrehen und die Schnecken absammeln.

 Anmerkung: Wenn du Hühner hast, findest du bei ihnen verfressene Abnehmer!

 Tipp 6:

 Salathauben verwenden: Die Salathaube kann man nicht nur für Salat, sondern für alle Pflanzen verwenden. Sie ist im Garten äußerst praktisch, denn sie schützt die Sämlinge und andere Jungpflanzen nicht nur vor Kälte, pladderndem Regen und gleißender Sonne, sondern auch vor Schnecken. Wichtig: Den unteren Rand gegen Durchkriechen sehr sorgfältig und vollständig mit einer Sandschicht bedecken. Gefährdete Pflanzen wie Salat, Dahlien, Rittersporn, Petersilie sind besonders im Jungstadium eine Lieblingsspeise der Schnecken, in der späteren Größe, bei der man die Salathauben entfernen muss, sind die Blätter nicht mehr so zart und die Schäden halten sich dann meistens in erträglichen Grenzen. Manchmal hilft es auch schon, Plastikblumentöpfe mit abgeschnittenem Boden um die jungen Pflanzen zu stecken oder das Gemüsebeet dicht mit Vlies abzudecken.

 Tipp 7:

 Moosextrakt und Moospräparate: Eine natürliche und biologische Methode der Schneckenbekämpfung stellen neuartige Moospräparate dar. Stoffe, die im Moos enthalten sind, werden konzentriert und über die Pflanzen besprüht. Die Stoffe werden von Schnecken gemieden und somit ist ein optimaler Schneckenschutz gegeben.

 Im Handel gibt es das Moosextrakt zu kaufen. Man gibt einfach das Extrakt in das Wasser und besprüht die Pflanzen. Hierdurch kann man Schnecken (Nacktschnecken) vertreiben. Diese Art der Schneckenabwehr kommt ohne chemische Mittel aus und dient nicht der Schneckenvernichtung, sondern der Abwehr.

 Do it yourself. Selbst machen! Man kann sich diese -Waffe- gegen Schnecken auch selbst herstellen. Man gibt dazu einfach etwas zerkleinertes getrocknetes Moos in Wasser (je Liter 40g) und lässt das ganze etwa einen Tag einwirken. Das Wasser wird gesiebt und versprüht. Als Moos eignen sich alle Moose, die im Garten und im Rasen vorkommen.

 Tipp 8:

 Schneckenzaun: Auch die Schneckenzäune aus dem Fachhandel mit ihren scharfen Kanten oben und mindestens ca. 20 cm Höhe insgesamt (min. ca. 10 cm davon unter der Erde verlegen) sowie auch elektrische Schneckenzäune sind sehr wirksam, sofern man folgend Punkte beachtet:

  • Schneckenzäune absolut dicht um die Beete mit den gefährdeten Pflanzen aufstellen
  • Keine Blätter darüber hängen lassen, da diese von den Schnecken als Leiter benutzt werden.
  • Anfangs genauestens auf "Altlasten" innerhalb der Schneckenzäune achten, da die Schneckeneier im Boden liegen.

 Der Schneckenzaun dient der Schneckenabwehr, in einer simplen, aber effektiven Funktionsweise. Der Schneckenzaun besteht meist aus Metall. Die Metallplatten, die extra für diesen Einsatz hergestellt werden, sind etwa 10-15 cm hoch und halten Schnecken aller Art, besonders die Nacktschnecke ab, denn die Oberfläche ist glatt und bietet den Schnecken keinen halt. Selbst die Hausschnecken haben hier ein Problem.

 Eine Alternative zum Schneckenzaun aus Metall stellen Holzpalisaden dar, die Gartenschnecken vom Beet abhalten sollen. Diese sind allerdings nicht so erfolgreich wie Metallzäune. Der Vorteil bei den Holzpalisaden ist, dass diese besser in den Garten passen und zugleich optimal als gestaltendes Mittel eingesetzt werden können. Zur Schneckenbekämpfung eignet sich der Schneckenzaun aus Metall mehr, aber dieser schlägt auch mit höheren Preisen zu buche.

 Preise im Vergleich:

  Schneckenabwehrzaun aus Blech: ab 4,00 Euro je Meter

  Schneckenzaun aus Holz (Palisaden): ab 1 Euro je Meter

  Tipp 9:

  Schneckenkorn ist zur Schneckenbekämpfung die beliebteste Methode, wenn man die Schnecken schnell und einfach durch Vergiften loswerden will. Wichtig: Anleitung des Herstellers genauestens beachten (insbesondere bei trockenem Wetter etwas anfeuchten), da es sonst nicht richtig wirkt und Schäden verursachen kann. Ferramol enthält als Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, eine anorganische Verbindung, die auch natürlich im Boden vorkommt und von Mikroorganismen umgewandelt in Eisen und Phosphat pflanzliche Nährstoffe liefert. Eisen-III-Phosphat gilt derzeit meist auch im Schneckenkorn als nützlingsschonend und ökologisch unbedenklich, tötet aber auch die geschützten Weinbergschnecken (Helix pomatia). Wirkstoffe in einigen anderen Schneckenkorn Mitteln sind Metaldehyd, und die starken Nervengifte und für Wasserorganismen sehr giftigen Methiocarb und Thidicarb, die dagegen zumindest in größeren Mengen auch zu Vergiftungen von anderen Tieren und Menschen führen können. Schneckenkorn sollte man daher allenfalls dort einsetzen, wo es ausgeschlossen ist, dass Kleinkinder oder Haustiere damit in Berührung kommen.

 Tipp 10:

 Im Frühjahr das ganze Grundstück mit Bittersalz (Magnesiumsulfat) bestreuen. Dann hat man ein Jahr Ruhe vor den Schnecken. Bittersalz ist außerdem ein guter Dünger. Einsatz von Gift im Garten und chemische Pflanzenschutzmittel sind immer heikel: Schon oft stellte sich dabei erst (zu) spät heraus, welche gefährlichen Schäden von zunächst für harmlos gehaltenen Chemikalien im Ökosystem oder/und an der Gesundheit des Menschen oder der Haustiere angerichtet werden können.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:50:37


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