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Schwanenblume


 

Schwanenblume

 Die Schwanenblume (Butomus umbellatus), auch Wasserliesch, Blumenbinse, Doldige Schwanenblume oder Wasserviole genannt, ist die einzige Pflanzenart in der monotypischen Gattung Butomus und der monogenerischen Familie der Schwanenblumengewächse.

 Die Schwanenblume war früher ein fester Bestandteil der Schilfröhrichtzone größerer Seen und Flüsse in Deutschland, ist aber selten geworden. Im Gartenteich setzt man sie als Ergänzung zu Froschlöffel, Hechtkraut und Pfeilkraut in die Flachwasserzone in einer Wassertiefe von etwa 30cm. Die Schwanenblume ist winterhart. Sie kann durch Teilung des Rhizoms oder durch Aussaat der schwimmfähigen Samen vermehrt werden.
 
 Verbreitung und Lebensraum der Schwanenblume
 
 Die einheimische Schwanenblume ist eine mehrjährige, krautige Wasserpflanze. Sie ist in den gemäßigten Zonen Nordafrikas, Europas und Asiens verbreitet. In Deutschland ist sie inzwischen selten geworden. Früher war sie regelmäßiger Bestandteil des Schilfröhrichts. Sie besiedelt die Auengewässer der großen Flussgebiete von Rhein, Elbe und Oder, ist aber auch Pflanzengürtel, nährstoffreicher, eutrophierter Seen zu finden. In den USA wurde die Schwanenblume ursprünglich als Zierpflanze für Gartenteiche eingeführt, ist aber an einigen Plätzen verwildert und als invasive Pflanze natürlicher Gewässer auf dem Vormarsch. Das stärkehaltige Rhizom ist essbar. Bei den indigenen Volksstämmen Sibiriens wird es als Brot in Asche gebacken. In rohem Zustand ist das Rhizom jedoch giftig! Die Pflanzenstängel wurden früher zum Korbflechten genutzt. Die Schwanenblume wird regional auch Binsenblume genannt; dies könnte jedoch leicht zu Verwechslungen mit den echten Binsen führen.
 
Schwanenblume
 Merkmale, Form und Färbung der Schwanenblume
 
 Die Schwanenblume ist die einzige Art in der Familie der Schwanenblumengewächse (Butomaceae). Dei Schwanenblume ist eine emerse, im Teichgrund wurzelnde Pflanze der Flachwasserzone. Sie blüht erst im zweiten Jahr. Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen im Winterhalbjahr ein. Die Schwanenblume überwintert mit ihrem Wurzelstock. Das Rhizom ist kurz und knollenartig verdickt. Im Frühjahr treiben daraus neue Pflänzchen aus. Es wird eine grundständige Rosette gebildet mit etwa 1cm breiten, nach oben verjüngenden und schwertförmig zugespitzten Blättern. Die Unterwasserblätter sind bandförmig, die über die Wasseroberfläche herausragenden Blätter dagegen grasartig schmal. Der runde Blütenstängel trägt eine weit ausladende Scheindolde mit zahlreichen kleinen Blüten. Die Blütenblätter sind rosa und weißlich gefärbt, der Fruchtknoten safrangelb, und die Staubgefäße sind dagegen leuchtend dunkelrot. Die Schwanenblume blüht zwischen Juni und Juli. Den Namen Schwanenblume verdankt sie der schwanenhals-ähnlichen Verlängerung des Fruchtknotens. Im Gartenfachhandel werden Zuchtsorten in den Farbschlägen „Rosenrot“ und „Schneewittchen“ angeboten.
 
 Pflege der Schwanenblume im Gartenteich
 
 Man setzt die Schwanenblume am besten in einem mit einem Schlamm-/Sandgemisch, welches mit Grobkies abgedeckt wird, um zu verhindern, dass das Feinsubstrat mit der Zeit weggeschwemmt wird. Der Pflanzkorb wird an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in der Flachwasserzone in einer Wassertiefe von rund 30cm platziert. Man kann sie auch in größere Wassertiefen setzen; dann entfaltet sie sich jedoch spärlicher. Es ist gut mit Froschlöffel, Pfeilkraut und Hechtkraut zu kombinieren, Flachwasserpflanzen mit ähnlichen Ansprüchen. Die Schwanenblume ist winterhart und kann ganzjährig im Teich bleiben.
 
 Vermehrung der Schwanenblume
 
 Die Schwanenblume kann durch Teilung des Rhizoms vegetativ vermehrt werden oder durch Aussaat der reifen Samen. Diese Samen sind schwimmfähig und werden so mit Wind und Strömung auf dem Weg zu neuen Standorten verbreitet.
 
  • Schwanenblume
  • lat: Butomus umbellatus
  • Haltung: einfach
  • Zucht: einfach
  • Tiefe: 20 bis 30cm
  • Standort: schattig bis halbschattig
  • Winterhart: ja
 
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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 11:05:34


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