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Spinnmilben


 

 Besonders in heißen, trockenen Sommern, aber auch in der trockenen Luft geheizter Räume und in Gewächshäusern breitet sich die gemeine Spinnmilbe schnell aus. Die winzig kleine, gelbliche oder rötliche Spinne sitzt vor allem an der Blattunterseite. Angefangen bei den älteren Blätter bis hin zu den Triebspitzen überzieht sie nach und nach die ganze Pflanze mit ihrem feinsilbrigen Gespinst und saugt den Saft aus den Blättern. Die befallenen Knospen und Triebe sind in ihrer Entwicklung stark einschränkt, die Blätter verwelken und sterben ab.

Spinnmilbe

  Der Befall von Spinnmilben ist immer ein Zeichen von Trockenheit. Wasserbehandlungen in jeder Form sind deshalb die wichtigste Sofortmaßnahme. Topfpflanzen stellt man dazu praktischerweise unter die Dusche.

 Mittel gegen Spinnmilben:

 Wenn sich der Befall noch in Maßen hält, kann man es mit mehrmaligem Abspritzen mit Knoblauchwasser (500g Knoblauch auf 10 l Wasser kurz aufkochen und ziehen lassen ) oder extra starkem Basilikumtee versuchen. Erfolgreich wurde auch schon folgende Mischung ätherischer Öle eingesetzt: 15 Tropfen Lavendel, 15 Tropfen Teebaumöl, 5 Tropfen Thymian in1/2 Liter Wasser. Damit sollte man vor allem die Blattunterseiten bearbeiten, da hier die Spinnen sitzen.

 Topfpflanzen kann man mit Wasser besprühen, in einen Plastikbeutel stellen und zubinden. Die Pflanzen überstehen diese Prozedur ein paar Tage, die Spinnen nicht. Ähnlich kann man auch Gartenpflanzen durch häufiges Benebeln oder Abspritzen feucht halten.

  Bei Obstbäumen hat sich auch Brennesseljauche bewährt. Dazu 1kg frische Brennesseln auf 10l Wasser ansetzten und einige Tage gären lassen (täglich umrühren!). Dieser Sud wird 1:50 verdünnt und auf die befallenen Pflanzenteile gespritzt.

Spinnmilbe

  Im Gewächshaus können als natürliche Feinde Raubmilben oder Blumenwanzen eingesetzt werden. Sie fressen vorzugsweise Spinnmilben und andere Schädlinge und richten sonst keinen Schaden an den Pflanzen an.

 Auch wenn es also viele Mittel und Möglichkeiten gibt: Bei sehr starkem Befall helfen nur chemische Spritzmittel oder, um wenigstens eine Ausbreitung zu vermeiden, starkes Zurückschneiden, bzw. die Vernichtung der betroffenenen Pflanze.

 Da die Spinnmilben, wie alle Schädlinge, vor allem geschwächte Pflanzen angreifen, ist als Vorbeugung, aber auch zur Unterstützung der Behandlung die Stärkung der Pflanze besonders wichtig. Das geschieht einerseits durch die Zugabe der richtigen Nährstoffe, andererseits aber schon durch die Wahl des optimalen Standortes. Dazu gehören neben der Luftfeuchtigkeit genug Licht und Luft, aber auf keinen Fall Zugluft. Sonnenlicht je nach Bedarf gehört genauso dazu wie verträgliche, oder sogar fördernde Nachbarpflanzen.

 Wer es schafft, seinen Pflanzen auf Dauer möglichst optimale Bedingungen zu bieten, wird in Zukunft das Problem Spinnmilben kaum mehr haben.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:55:31



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