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Wanze


 

 Wanzen sind Parasiten an Tier oder Pflanze. Auch der Mensch kann betroffen sein (Bettwanze). Weltweit gibt es etwa 40.000 bekannte Arten von Wanzen. Davon leben ca. 1.000 in Europa. Die meisten Arten lieben es warm und trocken. Sie sind hauptsächlich Pflanzensauger. Allerdings gibt es einige räuberisch lebende Arten oder auch Ektoparasiten, die wie die Bettwanze Blut saugen.

Pflanzen Wanze

  Einige Wanzen sind für den Menschen gefährlich, da sie Krankheiten übertragen können. In Wald und Flur tragen die Insekten zur Vielfalt der Fauna bei, manche werden als Pflanzenschädlinge gefürchtet, andere als Nützlinge geschätzt. Einige Wanzen können bei massenhaftem Auftreten Schäden an Kulturpflanzen anrichten. Die Bekanntesten sind die Kohlwanze an Kohl, der Spitzling an Getreide und die Beerenwanze an Beerenobst.

 Wanzen sind gut an ihrem dreieckigen Rückenschild zu erkennen. Sie stechen eine Pflanze an, injizieren ihren Speichel zur Verdauung der Nahrung und saugen die Nahrung aus. Nicht alle Pflanzenwanzen schaden ihrem Wirt. Einige können jedoch im Zierpflanzen- und Gemüseanbau Schäden verursachen.

 Bodenwanzen leben eigentlich unter Baumrinden, meist jedoch am Boden auf trockenen Wiesen und an Feldrändern. Diese Wanzenart ist weit verbreitet und häufig. Wird das Wetter kühler und feuchter wandern die Tiere oft in Massen in die Gebäude in der Umgebung. Sie werden durch die höheren Temperaturen im Inneren angelockt. Obwohl die Tierchen harmlos sind, sind sie nicht gern gesehen. Zur Bekämpfung kann man jedes Insektizid benutzen. Auch mikroverkapselte Präparate eignen sich gut, um Wanzen zu beseitigen. Gerade für Wohnungen, Arbeitsräume und Lebensmittelbereiche ist die niedrige Toxizität dieser Mittel von Vorteil. Man muss die Mittel aber genau dort ausbringen, wo die Wanzen gefunden wurden.

  Blumenwanzen leben räuberisch. Ihre Hauptnahrung sind Blattläuse. Auch Menschen können sie empfindsam stechen. Auch Larven anderer Schädlinge stehen auf ihrem Speisezettel. Sie zählen zu den Nützlingen.

Bettwanze

 Die Gefahr von Bettwanzen darf nicht unterschätzt werden. Es wurden schon 28 verschiedene Krankheitserreger in Wanzen nachgewiesen, unter anderem auch Hepatitis B- und C-Viren und das HI-Virus. Eine Übertragung ist aber bisher nicht bewiesen. Lange Zeit galt die Bettwanze in Mittel- und Westeuropa als praktisch ausgestorben. In Folge von Einwanderungen von Menschen aus ärmeren Teilen der Welt und durch Touristen eingeschleppt, breiten sich die Bettwanzen auch bei uns wieder aus und zwar ziemlich rasch. Bei der Ansiedlung der Tiere spielt der Hygienestatus der eigenen Wohnung keine Rolle.

 In einem verwanzten Zimmer sollte niemand mehr übernachten. Die Bekämpfung der Schädlinge ist sehr aufwendig, da sie jede Art von Schlupfwinkel nutzen. Wanzen die man findet, können mechanisch getötet werden. Schlecht zugängliche Verstecke werden mit speziellen Insektiziden behandelt. Sie müssen die Plagegeister zuverlässig abtöten und selbst innerhalb von 24 bis 48 Stunden vollständig abgebaut sein. Oft erwischt man bei der ersten Bekämpfung nicht alle Wanzen. Die Bekämpfung muss wiederholt werden. Ist die ganze Wohnung verwanzt, ist es besser, einen Fachmann hinzuzuziehen. Schädlingsbekämpfer kennen sich mit den Schädlingen aus und haben wirksame Mittel zur Verfügung.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 21:57:48



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