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Wühlmaus


 

 Als Pflanzenfreund hat man üblicherweise auch ein gewisses Naheverhältnis zur Tierwelt. Das Herz schlägt einfach höher, wenn fleißige Bienen unsere Blüten bestäuben oder farbenreiche Schmetterlinge in unseren Gärten tanzen. Doch selbst der größte Tierfreund bekommt dieses gewisse Blitzen in den Augen wenn es um einen der gefürchtetsten Schädlinge überhaupt geht: die Wühlmaus.

Wühlmaus

 Schon ein einziges Exemplar genügt, um einen vormals erfolgreichen Gemüseanbau zur Hetzjagd nach dem winzigen Feind werden zu lassen, der erbarmungslos die Wurzeln und Zwiebeln vor allem von Jungpflanzen wegfrisst und dadurch oft ganze Beetkulturen vernichtet. Auch frisch gepflanzte Obstbäume, Stauden und Ziergehölze gehören zu den bevorzugten Opfern der emsigen Tunnelbauer.

 Wühlmäuse natürlich bekämpfen:

 Wer naturnah bleiben möchte, kann es zuerst mit wühlmausvertreibenden Pflanzen versuchen. Kaiserkrone, Knoblauch, kreuzblättrige Wolfsmilch oder Holunder können helfen - müssen aber nicht. Nur allzu oft kostet ihr Einsatz den lästigen Nagern bloß ein mitleidiges Lächeln. Auch die natürlichen Feinde der Wühlmaus sind eine Möglichkeit. Aber welcher Hobbygärtner kann schon von sich behaupten, dass Marder, Iltis oder Kreuzotter in seinem Garten beheimatet sind?

 Die Wühlmausfalle - sehr effektiv:

Wühlmausloch

 Wesentlich effektiver wirken sich da schon Fallen aus. Vor dem Aufstellen sollte man auf jeden Fall prüfen, ob der Gang, den man ausgewählt hat, überhaupt noch benutzt wird (Verwühlprobe). Dafür legt man einen kleinen Teil der Röhre frei und wartet, ob die Maus, wie es ihrem Trieb entspricht, das Loch wieder zuschiebt. Das geschieht meist innerhalb kürzester Zeit und die Falle kann laut Gebrauchsanweisung aufgestellt werden.

 Man sollte dabei aber keinesfalls auf Handschuhe verzichten: Wühlmäuse sind äußerst geruchsempfindlich und würden ein nach Gärtner riechendes Objekt, clever wie sie sind, einfach meiden. Es gibt in den Gartencentern verschiedene Fallen-Modelle - probiert einfach aus, welches Euren Bedürfnissen am ehesten entspricht.

 Außer Fallen werden im Gartenfachhandel noch Ködermittel (Achtung: Immer außer Reichweite von Vögeln oder eigenen Haustieren auslegen!), Begasungspatronen oder Giftweizen angeboten. Auch ein mit synthetischem Menschenschweiß getränkter Lappen oder das gegen Marder verwendete Wildverbissmittel soll helfen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

 Zuletzt noch ein Tipp: Im Wühlmaus-verseuchten Garten pflanzt man junge Obstbäume am besten in einem engmaschigen Drahtkorb in die Erde. Daran beißt sich selbst der hartnäckigste Nager die kleinen Zähnchen aus.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 09.05.2017 22:00:51


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